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Küster der Christuskirche wird Opfer von Schlägern

05.07.2012 | 20:00 Uhr
Küster der Christuskirche wird Opfer von Schlägern
Drogenkonsum und Vandalismus an der Christuskirche in Werdohl: Die Mitarbeiter wissen sich nicht mehr anders zu helfen, als das Gelände mit noch mehr Zäunen zu schützen.Foto: Matthias Alfringhaus

Werdohl.   Werdohl hat Probleme mit Vandalismus und Drogenkonsum in der Öffentlichkeit. Ein Schwerpunkt: das Gelände rund um die Christuskirche. Den nahegelegenen Hof der roten Schule nutzen junge Leute nachts für wilde Partys. Vorläufiger "Höhepunkt" der Vorfälle war ein tätlicher Angriff auf den Küster.

Die Stadt hat ein massives Problem mit Vandalismus und Drogenkonsum. Tatort: das Areal rund um die Christuskirche. Betroffen ist auch der Hof der roten Schule, wo eine Kita eingerichtet werden soll. Vorläufiger Höhepunkt: Ein tätlicher Angriff auf den Küster auf dem Rondell vor dem Gemeindehaus am 28. Juni.

Pfarrer Martin Buschhaus, Presbyter aus dem Bezirksausschuss Stadtmitte und direkt Betroffene berichteten am Donnerstagabend im Gemeindehaus von schlimmen Zuständen und Ereignissen. Der Küster der Christuskirche wurde auf dem Rondell vor dem Gemeindehaus vor acht Tagen von einem jungen Mann ebenso unvermittelt wie brutal aufs linke Auge geschlagen. Der Heranwachsende, der sich mit drei anderen jungen Männern auf dem Rondell aufhielt, habe zuvor einen Blumenkübel beschädigt. Darauf seien der Küster und zwei Gemeindemitglieder, die die Szene beobachtet hätten, auf den jungen Mann zugegangen.

Schläge für den Küster

Den klaren Hinweis, dass er nicht gegen den Kübel zu treten habe und den kircheneigenen Grund zu verlassen habe, habe er mit dem Schlag ins Gesicht des Küsters quittiert. In der Stadtklinik habe man eine Platzwunde und eine starke Schwellung diagnostiziert.

Der Zwischenfall am Rondell ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Graffiti am ehemaligen Kindergarten, Hasch-Tüten und wilde Partys bis drei Uhr morgens zeugen davon, wie das Areal missbraucht wird.

Drogenkonsum auf dem Schulhof nahe der Kirche

Die rund 15 bis 20 jungen Leute nutzen nach Angaben von Betroffenen auch den Hof der roten Schule, um Drogen zu konsumieren. Martin Buschhaus: „Eine gewisse Ratlosigkeit stellt sich bei uns ein. Wie weit sollen wir gehen, um unsere Fläche zu schützen?“

Zäune und zum Teil schmiedeeiserne Tore gibt es bereits an vielen Stellen auf dem Gelände. Die Gemeinde will aber notfalls weiter gehen, wenn sich die Situation nicht bessert. Selbst das Rondell könnte bald eingezäunt werden. Ein Strahler für diesen Bereich ist bereits in Auftrag gegeben.

Matthias Alfringhaus

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2012-07-05 20:00
Werdohl, Polizei, Christuskirche, Vandalismus, Drogenkonsum
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