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Krankengymnastik hält Einzug ins Bahnhofsgebäude

30.06.2012 | 00:00 Uhr
Krankengymnastik hält Einzug ins Bahnhofsgebäude
Mieter Regina Hoffman ( 2.v.re) hat ihre Praxis für Krankengymnastik in die ehemalige Güterabfertigung verlegt. Mit im Team: Hiltrud Böing (vorn) und Katja Proswitz. Es gratulierten die Hausherren Andreas Opitz (li.) und Friedrich Wilhelm Kraus.

Altena. Wo im letzten Jahrhundert Päckchen und Pakete, im Fachjargon auch Stückgut genannt, umgeschlagen wurden, finden ab sofort Menschen mit eingeschränkter Bewegungs- und Funktionsfähigkeit ihres Körpers Linderung und Heilung. In die ehemalige Güterabfertigung des Bahnhofsgebäudes hat Regina Hoffmann ihre Praxis für Krankengymnastik verlegt.

Friedrich Wilhelm Kraus und Andreas Opitz gehörten gestern Mittag zu den ersten Besuchern – glücklicherweise nur in ihrer Eigenschaft als Geschäftsführer der Eigentümergemeinschaft des Bahnhofs. Sechs Monate, erinnert sich Hausherr Friedrich Wilhelm Kraus, hat es gedauert, bis aus dem rund 75 Quadratmeter großen Teil der ehemaligen Expresshalle eine helle, moderne Praxis entstand, in der sich Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen wohl fühlen können. „Außerdem ist es hier ebenerdig – also auch für Rollstuhlfahrer gut erreichbar – und zentral gelegen. Parkplätze sind vorhanden, die Anbindung an Bus und Bahn ist ebenso ausgezeichnet wie die Möglichkeit, ein Taxi zu erreichen.“

Denkmalschutz beachtet

„Und natürlich haben wir die Auflagen des Denkmalschutzes erfüllt“, ergänzt Andreas Opitz. Immerhin entstanden die ältesten Teile des Bahnhofsgebäudes vor knapp 150 Jahren. Wo immer möglich, seien bisher heimische Handwerker mit Aufträgen zur Herrichtung des imposanten Bauwerkes bedacht worden, das vom decken des Daches bis hin zur Wärmeisolierung reicht. Das soll auch in Zukunft so bleiben, versichern die Geschäftsführer.

Schließlich gibt es in Erd- und Obergeschoss noch größere Flächen, die sich bestens zur Nutzung durch Vereine, Verbände und Gewerbebetriebe eignen. Oder auch für Praxen wie die von Regina Hoffmann, die sich gemeinsam mit Hiltrud Böing, Katja Proswitz und Heike Leitmond um Patienten vom Baby- bis ins Senioren-Alter kümmert. Das vierköpfige Team hat sich durch zahlreiche Fortbildungen in unterschiedlichsten Fachrichtungen spezialisiert und kann dadurch bei vielen Krankheitsbildern helfen. Dazu zählen Myofasciale Schmerztherapie (Triggerpunktbehandlung), Kiefergelenksbehandlung, Vestibulartraining bei Lagerungsschwindel; Bobath-Therapie für Säuglinge und Kinder, Bobath-Therapie und PNF für Patienten etwa von Multipler Sklerose, Parkinson oder nach Schlaganfall. Auch manuelle Therapie oder Lymphdrainage gehören zu den Angeboten.

Von Claudia Homuth

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