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Trotz Engagements und viel Lob

Hülles Job ist ohne Zukunft

06.08.2009 | 20:33 Uhr

Wiblingwerde. Christoph Hülle fühlt sich an der Grundschule Wiblingwerde pudelwohl. Der Ein-Euro-Jobber übernimmt dort zahlreiche Hausmeister-Aufgaben und hat seine kreative Handschrift bereits an vielen Stellen hinterlassen.

 Zudem pflegt er die umliegenden Grünanlagen. Ab Oktober ist die Maßnahme jedoch definitiv beendet. Zum Bedauern Hülles, des Kollegiums an der Schule und auch der Gemeinde.

Obwohl der Wiblingwerder sich eifrig engagiert, wird eine Übernahme in Vollzeitbeschäftigung trotz eines lukrativen Förderangebots der Arge nicht möglich sein. Bürgermeisterin Beatrix Naujoks weiß den Einsatz des Ein-Euro-Jobbers sehr zu schätzen, ebenso wie die Schüler und das Kollegium der Grundschule. „Aber wir haben keine Stelle frei und können bei der aktuellen Haushaltslage auch keine schaffen”, erklärt sie. In Kürze wird im Amtshaus dennoch ein Empfehlungsschreiben zugunsten Christoph Hülles eingehen. Friedrich Hahne, Bereichsleiter bei der Arge im Märkischen Kreis, erklärt: „In einem Fall wie diesem tritt die Arge immer an den Arbeitgeber, in diesem Fall die Gemeinde, heran, um auf die Fördermöglichkeit einer Vollzeitstelle hinzuweisen. Die Gemeinde müsste über zwei Jahre nur 25 Prozent der Lohnkosten einer Vollzeitbeschäftigung übernehmen. Das wären nicht mehr als 400 Euro, also vergleichbar mit dem Kostenaufwand bei geringfügiger Beschäftigung. Solche Angebote machen wir nicht nur im öffentlichen Dienst, sondern auch in der freien Wirtschaft. Und es wäre wünschenswert, dass Arbeitgeber öfter darauf eingingen”

Selbst auf dieses Angebot kann die Gemeinde nicht eingehen. „Wir bräuchten nicht nur einen Hausmeisterposten in Wiblingwerde, sondern noch jede Menge weiteres Personal. Der Rat muss über diese Stellen entscheiden, aber er kann es nicht aufgrund der Haushaltssituation”, erläutert Beatrix Naujoks.

Ina Hornemann



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