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Hilfe auf dem Weg zum Wunschberuf

10.09.2011 | 07:00 Uhr
Hilfe auf dem Weg zum Wunschberuf
Sie wollen, wenn es bisher nicht funktioniert hat, unter diesen Telefonnummern bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen, von links: Hans-Jürgen Stracke (Gertrudenschule), Alexander Klinke (Fa. Klinke) und Theo Wingen (Elisental).

Neuenrade. „Im vergangenen Jahr konnten wir fünf jungen Leuten helfen, noch eine Ausbildungsstelle zu finden“, freute sich am Freitag Alexander Klinke. Gemeinsam mit Theo Wingen (Vorstand MK Arbeitgeberverband) und Schulleiter Hans-Jürgen Stracke (Gertrudenschule) macht er auch in diesem Jahr das Angebot, jungen Menschen zu helfen, die sich in den vergangenen Wochen vergeblich um einen Ausbildungsplatz bemühten.

„Zwei oder drei Jugendliche habe ich da auch schon wieder konkret im Auge, denen wir vielleicht helfen können“, berichtete Hans-Jürgen Stracke. Insgesamt stellte Theo Wingen fest, dass sich der Ausbildungsmarkt positiv entwickelt habe. Wingen: „Wir versuchen auch, beim Wunschberuf zu helfen. Zum Beispiel indem zunächst ein Praktikumsplatz gesucht wird, im nächsten Jahr dann die Ausbildung beginnt.“

Alexander Klinke betont ausdrücklich: „Wir verstehen uns nicht als Ersatz für offizielle Stellen wie das Arbeitsamt, wir wollen aber unsere Kontakte nutzen, jungen Menschen in Neuenrade zu helfen, in der Industrie oder im Einzelhandel unterzukommen.“

Stolz auf niedrige
Arbeitslosenzahlen

Stolz ist er auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation in der Hönnestadt: „Im August 2010 hatten wir hier 5,7 Prozent Arbeitslose, diese Zahl ist jetzt auf 4,5 Prozent gesunken!“ Also, in Neuenrade wird nicht nur ausgebildet, sondern in der Regel dann nach dem Abschluss auch in eine Vollzeitstelle übernommen. Klinke: „Wir bilden aus, weil wir die Facharbeiter brauchen!“

Fast automatisch wird im Gespräch auch der Bereich „Zeitarbeitsfirmen“ angeschnitten. Für Klinke im eigenen Betrieb kein Thema, allerdings hat er Verständnis dafür, wenn Firmen bei schwankender Konjunktur darauf teilweise bauen. Theo Wingen, Geschäftsführer der Drahtwerke Elisental, arbeitet mit Zeitarbeitsfirmen, Wingen: „Allerdings mit einer Selbstbeschränkung“, man achte auf eine gerechte Bezahlung und einige Kräfte seien auch schon in eine Vollarbeitsstelle übernommen worden.

Gute Erfahrungen
mit neuem Praktikum

Die lokale Lehrstellen-Aktion wird inzwischen seit rund zwei Jahrzehnten in Neuenrade angeboten. „Sie ist eine Idee des ehemaligen Bürgermeisters Hans Schmerbeck“, erinnert Klinke. Die jungen Leute, denen man helfen will, müssten allerdings auch die Voraussetzung mitbringen, dass sie „ausbildungsfähig“ sind - was wieder dafür spricht, sich in der Schule für gute Noten ins Zeug zu legen.

Gute Erfahrungen hat die Hauptschule im vergangenen Jahr mit der neuen Form des Praktikums gemacht, das von September bis Ostern des nächsten Jahres läuft und jetzt wieder startet. Einmal in der Woche gehen die Schüler/innen der 10. Klasse in einen Betrieb. Das fließt mit in die Benotung ein. „Daraus sind auch schon Ausbildungsverhältnisse entstanden“, freut sich Schulleiter Stracke.

Dieter Linde

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2011-09-10 07:00
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