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Ausschuss: Freie Schulwahl lenken

11.10.2007 | 19:46 Uhr

Nachrodt-Wiblingwerde. (gs) Der Schul- und Kulturausschuss hat in seiner Sitzung gestern Abend einstimmig für die Festlegung von Aufnahmekapazitäten für die beiden Gundschulen gestimmt.

Damit wollen Schulen und Verwaltung die Situation nach Abschaffung der Grundschulbezirke ab dem kommenden Schuljahr im Griff behalten. Dem Rat, der am kommenden Montag tagt, wird empfohlen, die Kapazitäten wie folgt festzulegen: An der Grundschule Wiblingwerde soll auch künftig nur eine Eingangsklasse gebildet werden (maximal 30 Schüler), an der Nachrodter Grundschule sollen maximal drei erste Klasse gebildet werden. Ferner soll angestrebt werden, die Klassenstärken der beiden Schulen in etwa gleich zu halten.

Das Land NRW hat ein Gesetz beschlossen, das die bisher geltenden Schulbezirke für die Grundschulen aufhebt. Für die Doppelgemeinde bedeutet das: Wiblingwerder Eltern können ihre Kinder in Nachrodt anmelden und umgekehrt. Anja Ihme, neue Schulleiterin der Wiblingwerder Grundschule, berichtete in der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses, dass sie bereits jetzt Anfragen von Eltern für das kommende Schuljahr bekomme. Für die Dorfschule besteht die Gefahr, dass es durch die neue Gesetzgebung sowie durch Zuzüge nach Wiblingwerde (Neubaugebiet) zur Überschreitung der Aufnahmekapazitäten kommen könnte. Eine Zweizügigkeit in Wiblingwerde wäre räumlich nicht machbar.

Auch die Grundschule Nachrodt stößt an ihre Grenzen. "Die Nachrodter Grundschule kann maximal zweieinhalbzügig fahren", sagte Siegfried Müller, Leiter der Nachrodter Schule. Für den Betrieb der offenen Ganztagsgrundschule ständen einige Räume für den Unterricht nicht mehr zur Verfügung.

Große Zustimmung erhielt Ausschussvorsitzende Ulrike Senetzki (UWG) für ihren Vorschlag, zur Rettung der Hauptschule eine Imagekampagne zu starten. Die Anmeldezahlen gehen seit einiger Zeit kontinuierlich zurück.

Noch im November soll deshalb ein Arbeitskreis aus Lehrern, Eltern und Verwaltung gebildet werden (WR berichtet noch).

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