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Nachschub traf in letzter Minute ein

Streumittelnotstand knapp vermieden

15.02.2010 | 21:00 Uhr
Streumittelnotstand knapp vermieden

Kamen. Fast hätte auch die Stadt Kamen gestern das Schicksal ereilt, das Autobahnstreudienste seit der Vorwoche quält. Um 8.30 Uhr wurden die letzten Streumittel im Stadtgebiet ausgebracht und um 8.30 Uhr traf ein Lkw mit dem ersehnten Nachschub ein.

30 Tonnen Streumittel hat der Bauhof nun erst einmal wieder zur Verfügung. „Wir leben von der Hand in den Mund”, schildert Stadtpressesprecher Hanno Peppmeier. Noch habe man aber nicht gänzlich ohne Streumittel da gestanden. Natürlich bestelle man rechtzeitig nach. Aber in der Frage, ob auch rechtzeitig geliefert werden kann, wachsen die Sorgen.

Außerdem laufen der Stadt die Kosten für den Wintereinsatz davon. Der Haushaltsansatz, der für das gesamte Jahr festgesetzt worden war, wurde bereits überschritten. 35 000 Euro gab die Stadt bisher aus. Da der Winter noch nicht vorbei ist und am Jahresende ja der nächste Winter wartet, geht die Verwaltung nun davon aus, dass statt geplanter 30 000 am Ende 60 000 Euro für Streumittel drauf gehen könnten.

Auch Kamen muss inzwischen mehr für neues Streusalz zahlen als zu Beginn des Winters. Allerdings hätten sich die Kosten nicht verdreifacht, wie andernorts zum Teil berichtet. Der Tonnenpreis sei hier von 60 auf 81 Euro gestiegen. Teurer allerdings sei ohnehin das flüssige Kaliumchlorid, das mit dem Streumittel vermischt wird.

Die Stadt hat bereits nächste Margen bestellt. Sie hofft nun, dass auch die rechtzeitig eintreffen – und dass der Winter endlich an Kraft verliert oder wenigstens eine Pause macht. In Bergkamen sind bereits die Streumittelvorräte erschöpft

K.-P. Wolter



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