Seniorentreff: Haussegen hängt schief
11.09.2008 | 18:08 Uhr 2008-09-11T18:08:23+0200Unna. Eigentlich geht es im Seniorentreff "Fässchen" an der Hertingerstraße immer gesittet zu. Man kommt zusammen, hat Spaß, plant Aktionen. Seit einigen Wochen hängt indessen der Haussegen schief.
Erst einmal zu den Fakten: Eigentlich sollten bereits seit Juli neue "Richtlinien für die Gestaltung der Mitwirkung durch die BesucherInnen des Seniorentreffs Fässchen" gelten. Hinter dem Wortgemenge verbergen sich vor allem die Wahlen zum und die Aufgaben des Hausbeirates. Der Hausbeirat ist so etwas wie das Parlament im Seniorentreff.
In einer ersten Fassung der neuen Richtlinien hieß es unter anderem, wählbar sei in den Hausbeirat nur, wer in Unna wohnt und wer keine ehrenamtliche Tätigkeit im Seniorentreff ausübt.
An diesen beiden Punkten ist ein Streit entbrannt, der zwischendurch auch zum Politikum wurde. Im Seniorenausschuss wurde die Verabschiedung der neuen Richtlinie immer wieder vertagt. Es könne doch nicht angehen, dass ehrenamtliches Engagement bestraft werde, hieß es. In einer erst in dieser Woche abgehaltenen Sitzung wurde dieser Passus nun auch gestrichen.
Dann beschwerten sich einige, dass doch auch Nicht-Unnaer, die das Fässchen besuchen, in den Beirat gewählt werden dürfen. Das soll aber nicht mehr möglich sein. Auch darauf habe man sich inzwischen verständigt, sagte gestern Beiratsmitglied Gabriele Meyer, die für die CDU im Gremium sitzt. Sowieso sei diese kleine Diskrepanz nicht der Rede wert.
Das sehen andere Beobachter aber anders, wobei wir bei den Gerüchten wären. Dem Vernehmen nach soll zwischen zwei Hausbeiratsmitgliedern und der Seniorentreff-Leitung die Chemie nicht mehr stimmen. Hätte sich der erste Richtlinien-Vorschlag durchgesetzt, dann hätten die beiden Betroffenen nicht mehr im Hausbeirat aktiv sein können. Eine Person wohnt nämlich nicht in Unna, die andere arbeitet ehrenamtlich.
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