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Reformationstag

Roter Luther in der Pauluskirche

31.10.2012 | 22:13 Uhr
Roter Luther in der Pauluskirche
Diese etwa ein Meter hohe Skulptur, die den Reformator Martin Luther darstellt und von Künstler Ottmar Hörl hergestellt wurde, wurde jetzt in der Pauluskirche der Gemeinde vorgestellt.Foto: Dietmar Wäsche

Kamen. Als die evangelische Gemeinde gestern zum Reformationsgottesdienst in der Pauluskirche zusammenkam, wachte erstmals eine Lutherfigur über den Gläubigen. Um genau zu sein, ein ein Meter hoher, knallroter Luther.

Pfarrer Martin Böcker hat die Skulptur des Künstlers Ottmar Hörl erworben und präsentierte sie gestern erstmals der Gemeinde.

Die Luther-Skulptur ist ein Abbild der bronzenen Luther-Statue, die der Bildhauer Johann Gottfried Schadow 1821 auf dem Wittenberger Marktplatz aufgestellt hat. Verwechslungsgefahr besteht aber nicht: Die Hörlsche Version ist lediglich 100 Zentimeter hoch, ist aus dem Kunststoff Polypropylen und in verschiedenen Farben erhältlich. Böcker wählte eine rote Figur.

Reformationsjubiläum 2017

Die Lutherfigur ist Teil der Installation „Martin Luther: Hier stehe ich…“, die Ottmar Hörl 2010 in Wittenberg präsentiert hat. 800 Figuren in vier Farben standen dort als Auftragsarbeit für die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) auf dem Marktplatz und galt als Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017, dann ist es 500 Jahre her, dass Luther seine Thesen an die Kirchentür schlug.

Die Luther-Botschafter sollen laut Hörl den Reformator „vom Sockel herab“ holen und unter das Volk bringen, um eine zeitgenössische Auseinandersetzung entstehen zu lassen. In den vergangenen zwei Jahren standen die Figuren – auch in größeren Gruppen – an mehreren Orten und nun eine in Kamen.

In der evangelischen Gemeinde Heeren-Werve und der evangelisch-lutherischen Gemeinde standen nachmittags die jungen Gläubigen im Mittelpunkt des Reformationstages. Im Heerener Jugendheim hat das Team um Christina Pfingsten eine Reformations-Halloween-Rallye auf die Beine gestellt. „Ganz ohne Verkleiden geht es nicht“, sagt die Jugendreferentin. Das hat aber auch seine Vorteile. Denn durch das „Verkleidungsfest“ lässt sich nebenbei auch noch ein bisschen Reformation vermitteln. Die zum großen Teil verkleideten Kinder erlebten in Gruppen einen gruselig-informativen Nachmittag. An verschiedenen Stationen mussten sie Fragen rund um Halloween und Reformation beantworten.

Luther-Bonbons und -Kekse

Dazwischen gab es natürlich Süßes oder Saures. Und alles lasse sich wunderbar kombinieren. „Für Luther ging es mit dem Teufel ja auch um Gruseliges“, sagt Pfingsten. Dass der amerikanisch-irische Brauch und Luther gut zusammenpassen, zeigt auch das Süße, das die Gewinner bekommen: Es gibt Luther-Kekse und -Bonbons.

Auch in Methler gab es verschiedene Aktionen, unter anderem einen Schulgottesdienst, einen Aktionstag und ein Festgottesdienst mit Eduard Berger, dem ehemaligen Bischof der Pommerschen Landeskirche.

Von Tobias Kestin

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2012-10-31 22:13
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