Heilwasser aus dem Kurpark
25.09.2009 | 18:00 Uhr 2009-09-25T18:00:00+0200
Unna. Unter dem Kurpark schlummert Heilwasser. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das der Kurparkverein in Auftrag gegeben hat. Die Sole soll vielleicht schon im kommenden Jahr über ein Gradierwerk laufen. Im Frühjahr will der Verein mit den Bauarbeiten beginnen.
Wie berichtet, plant der Kurparkverein um seinen Vorsitzenden Thomas Horschler die alte Sole- und Badtradition des Stadtteils neu zu beleben. Dazu soll im Kurpark, in der Nähe des Friedrichborns, ein funktionierendes Gradierwerk errichtet werden. Damit es auch in Betrieb gehen kann, braucht es Sole. Danach ließ der Verein auch bohren und stieß in etwas mehr als 90 Metern auf reichlich Sole.
„Wir wollten sicher gehen, dass sich in der Sole keine Schadstoffe oder Gifte befinden”, sagt Thomas Horschler. Beispielsweise Ausschwemmungen von alten Industriestandorten in Königsborn. Oder gar noch Folgen des Krieges. Denn: Auf dem Gelände des zerbombten Heereszeugamtes (heute Glückauf Kaserne) hätten auch diverse Waggons mit Chemikalien auf den Gleisen gestanden, weiß Thomas Horschler. Aus diesem Grund hatte der Verein das Gutachten in Auftrag gegeben.
Und auf 17 Seiten erläutert das Institut nun in seinem Gutachten die Qualität des Salzwassers. „Am Ende kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die Friedrichsbornquelle (so der neue Name) alle Anforderungen an ein Heilwasser erfüllt”, sagt Horschler. Theoretisch könne man die Sole auch trinken.
Jetzt will der Verein daran gehen, verstärkt Spendengelder für den Bau einzuwerben. Öffentliche Mittel wird es für den Bau nicht geben. Die Stadt hat dem Verein das Grundstück im Kurpark zur Verfügung gestellt. Rund 350 000 Euro hat der Verein für den Bau der Saline bereits auf dem Konto oder zugesagt bekommen. Die Kosten werden laut Thomas Horschler 600 000 Euro – vielleicht sogar noch mehr – betragen. „Ich hoffe, dass wir bis zum Frühjahr die Finanzierung stehen haben und mit dem Bau beginnen können”, sagt Thomas Horschler. Man habe erst überlegt, schon in diesem Jahr mit dem Bau des Gradierwerkes zu beginnen. Dann haben sich die Vereinsverantwortlichen aber entscheiden, nichts über das Knie zu brechen. Für den späteren Herbst will Thomas Horschler eine Mitgliederversammlung anberaumen, um die Vereinsmitglieder auf den neuesten Stand zu bringen.
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