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"Ein Schlag ins Gesicht der Bergleute"

14.06.2007 | 05:11 Uhr

Bergkamen. (hb) Helle Empörung unter den Bergleuten des Bergwerks Ost und den IGBCE-Mitgliedern in der Nordbergstadt hat die Äußerung des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Marco Morton Pufke ausgelöst, der den Bergbau in einer öffentlichen Veranstaltung im Ha

Diese Aussage sei ein "Schlag ins Gesicht" von 20.000 Bergkamenern, den Bergbau-Aktive und Rentnern sowie deren Familien, erregte sich gestern der Vorsitzende der IGBCE Bergkamen-Mitte und Chef der Bergkamener AfA, Reiner Hennig. "Da liegen wir schon am Boden, und da wird mit solchen Beleidigungen noch auf uns herumgetreten."

Er empfahl dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden, sich sachkundig zu machen, bevor er mit solchen Äußerungen an die Öffentlichkeit tritt. Etwa beim Hammer Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Der sei auch CDU-Mitglied, stehe aber fest zu den Bergleuten des Bergwerks-Ost. Auch im CDU-regierten Saarland, das sich längst vom Bergbau verabschiedet habe, gebe es solche Äußerungen nicht.

In diesem Zusammenhang verwies Hennig auf eine aktuelle Meinungsumfrage des Emnid-Instituts, die am vergangenen Mittwoch veröffentlich wurde. Demnach sprechen sich 63 Prozent der deutschen Bevölkerung für den Fortbestand des deutschen Steinkohlenbergbaus aus. "Das sind sogar zwei Prozent mehr als bei der letzten Umfrage", betonte Hennig.

Hennig kündigte gestern an, dass er die Gremien von AfA und IGBCE so schnell wie möglich zu einer Sondersitzung einberufen will. Reaktionen forderten auch zahlreiche Anrufer aus den Reihen der IGBCE, die sich am Donnerstag bei ihm empört gemeldet hatten. Wenn Herr Pufke bisher Protestaktionen von den Bergleuten vermisst habe, dann könne er sie jetzt haben, so der IGBCE-Chef.

Für ihn sind die Äußerungen wie die gesamte CDU-Veranstaltung am Dienstag der Auftakt des Kommunalwahlkampfs in Bergkamen. Hennig ist fast sicher, dass dieser schnelle Vorstoß ins Leere gehen wird.

Bild: Paulitschke

Da liegen wir schon am Boden, und da wird mit solchen Beleidigungen noch auf uns herumgetreten.

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