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Überfall-Serie

Bankräuber steht heute vor Gericht

14.06.2012 | 07:00 Uhr
Bankräuber steht heute vor Gericht
Unna Überfall Sparkasse Bahnhofstraße

Unna. Er versetzte Angestellte und Kunden der Sparkasse Unna in Angst und Schrecken, am heutigen Donnerstag hat sich der 27-jährige Mann aus Weißrussland vor der 39. Kammer des Landgerichtes Dortmund wegen räuberischer Erpressung zu verantworten.

Rückblende, Dezember 2009: Drei Tage vor Weihnachten stellt sich der fremde Mann in die Schlange wartender Bankkunden vor der Kasse in der Sparkassen-Hauptstelle an der Bahnhofstraße, wartet ganz unaufgeregt, bis er dran ist und fordert dann unmissverständlich mit vorgehaltener Waffe in der Hand das Bargeld.

Immer das gleiche Muster

Mit der Beute verschwindet er durch das vorweihnachtliche Menschen-Getümmel in der Bahnhofstraße ebenso unauffällig und anonym wie er gekommen war. Trotz intensiver Fahndung keine Spur, kein Hinweis, kein Verdacht.

Weitere bewaffnete Überfälle, die ihm die Staatsanwaltschaft nunmehr vorwirft, folgten seinerzeit in Fürth, Hamburg, Hildesheim und noch zwei weitere Male in Unna. Im Sommer wird der gebürtige Weißrusse dann in Polen gefasst und in Deutschland verhört. Erstmals bekommen die international fahndenden Ermittler klare Einblicke in die Struktur dieser ebenso international operierenden Verbrecher. Der Angeklagte gehörte einer Bande an, die bundesweit 80 Mal nach diesem Strickmuster zugeschlagen hat.

Nach Überfall ausgeflogen

Einer von ihnen hatte eine Wohnung als Unterschlupf und Basis angemietet (in diesem Fall in Bottrop), die „Soldaten“ wie der Angeklagte, wurden im Ostblock rekrutiert und für die Überfälle eingeflogen. Dann hieß es einige Male: Einreisen, Überfall, abreisen.

Der nunmehr in Dortmund angeklagte „Soldat“ soll so alleine mehr als 100 000 Euro erbeutet haben.



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