"Stalker" im Visier der Kriminalpolizei
06.11.2007 | 20:25 Uhr 2007-11-06T20:25:09+0100Wilnsdorf. Wegen Nachstellung, dem so genannten "Stalking", ermittelt das Kriminalkommissariat in Siegen aktuell gegen einen 28-jährigen Mann.
Der Mann konnte sich offenbar nicht damit abfinden, dass eine junge Frau aus Wilnsdorf sich von ihm nach einer kurzen Bekanntschaft getrennt hatte. Obwohl die Wilnsdorferin ihm mehrfach klar und deutlich zu verstehen gegeben hatte, dass sie keinen weiteren Kontakt zu ihm wünschte, hatte der 28-Jährige ihr beharrlich nachgestellt, indem er unbefugt ihre räumliche Nähe aufsuchte, dabei fast täglich an ihrer Wohnung auftauchte, um ihr Haus schlich, klingelte und Geschenke, Bilder, Briefe etc. an ihrem Fahrzeug hinterließ.
Darüber hinaus versuchte er ständig, über Telefon und Internet Kontakt zu der jungen Frau herzustellen. Über 100 Anrufe am Tag waren dabei keine Seltenheit.
Im Zusammenhang mit dem Stalking-Phänomen rät die Polizei betroffenen Opfern, dem "Stalker" sofort und unmissverständlich klar zu machen, dass sie jetzt und in Zukunft keinerlei Kontakt wünschen und sich nicht auf ein "abschließendes klärendes Gespräch" oder Ähnliches einzulassen. "Ignorieren Sie den Stalker danach völlig, denn etwaige Reaktionen lassen ihn hoffen und sich nur umso intensiver bemühen. Weitere Infos: www.stalkingforschung.de.
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