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Sechs Radler wollen hoch hinaus

26.07.2007 | 03:11 Uhr

Siegen. Während die Tour de France mit Doping-Skandalen für Schlagzeilen sorgt, wollen sechs Siegerländer Radsportler bei ihrer Alpentour "sauber" fahren. Gestern morgen brachen die gestandenen Mountainbiker zu ihren Bergetappen auf.

Hans Georg Dreisbach, Wolfgang Fricke, Karl Rohleder, Wolfgang Sommer, Dr. Ulrich Wahl und Michael Zielenbach sind erfahrene Radfahrer. Fast jedes Jahr unternehmen die Freunde eine Tour - überwiegend in die Alpenwelt. Voller Stolz tragen die Siegerländer ihr schwarz-magenta-farbenes Trikot "Giro Delle Dolomiti", dass sie sich nach einer harten Dolomiten-Rundfahrt zugelegt hatten.

"Jetzt haben wir eine besondere Herausforderung gefunden", meint Dr. Ulrich Wahl. "Wir sind als Grenzgänger unterwegs", sagt der Siegener Mediziner. Der Sechser-Club pendelt "querbeet" zwischen Schweiz, Italien und Frankreich hin und her - natürlich mit dem Mountainbike. Acht Tage lang erkunden die Siegerländer die herrliche Bergwelt. Rund 100 Kilometer peilen die Radsportler täglich an. Pro Stunde wollen sie acht bis zehn Kilometer schaffen. Dabei liegen insgesamt rund 20 000 Höhenmeter vor ihnen. "Wir sind auf alles eingestellt", sagt der Doktor - Eis und Schnee, Regen oder große Hitze. "Und wenn es nicht weitergeht, steigen wir halt ab und schieben. Kleinere Umwege seien auch kein Thema. "Wir wollen nichts riskieren, aber Natur pur erleben."

Die Truppe hat sich mit Übungsfahrten durchs Rothaargebirge sowie Konditionstraining gut vorbereitet. Die Strecken wurden auf Wanderkarten "abgesteckt", die Räder entsprechend aufgerüstet. Unterwegs hat jeder Mitfahrer bestimmte Aufgaben: Von alternativer Streckenplanung über technischen Service bis hin zur medizinischen Betreuung oder zum Einkauf des Proviants.

Übrigens wechselt täglich der "Fahrdienst": Gepäck und Ersatzteile werden mit dem Auto von Hotel zu Hotel transportiert. Dort gibt es abends Weizenbier oder Weinschorle - ein bisschen "dopen" sei erlaubt, schmunzelt Wahl. Morgens geht es in aller Frühe auf die Piste.

Übrigens: Einige Ehefrauen sind ebenfalls in den Alpen unterwegs. Sie touren mit ihren Rennrädern auf den Spuren der Tour de France. Am letzten Tag gibt es an der italienisch-französischen Grenze ein Wiedersehen.

In französischen Menton am Mittelmeer endet die Grenzwanderung der Siegerländer Radfahrer.

Von Horstgünter Siemon



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