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Sarah Besgen vermisst ihren kleinen Fernseh-Sohn Tommy

23.10.2007 | 23:55 Uhr

Siegen/Lüneburg. Die Reaktionen in den Internet-Foren waren zunächst durchwachsen, doch die Quoten stimmen auch nach dem Wechsel der Hauptfiguren in der ARD-Telenovela "Rote Rosen". "Wir liegen bei guten 18 Prozent", sagte die Siegener Schauspielerin Sara

Die Zuschauerinnen und Zuschauer haben also den Ausstieg von Petra Jansen (Angela Roy) verkraftet - auch, dass in ihrem Gefolge weitere Figuren wie ihr Lebensgefährte Nick (Joachim Raaf), Ehemann Thomas (Gerry Hungbauer) und Rechtsanwalt Werner Treskow (Jochen Kolenda) der Serie "ade" gesagt haben. Das sei nie ohne Risiko, weiß Sarah Besgen: "Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass die Geschichte plötzlich nicht mehr stimmt oder die neuen Akteure beim Publikum nicht ankommen."

Heute wird sie erst einmal gefeuert

Sie bleibe der Serie bis ins nächste Jahr hinein erhalten, erzählte die 28-Jährige der WR, auch wenn sie in der heutigen Folge als Empfangschefin des Hotels "Drei Könige" gefeuert wird. Befürchtungen, dass sie damit als stets intrigierende Schönheit ebenfalls ausgedient hat, müssen die "Rosen"-Zuschauer nicht haben: "Man kann ja auch wieder eingestellt werden - vielleicht sogar in einer höheren Position". Mehr verraten darf sie nicht. Ein wenig vermisse sie allerdings ihren "Lebensgefährten" Thomas Jansen und ihren kleinen Film-Sohn Tommy: "Was jetzt bleibt, sind nur noch Intrigen und die berufliche Karriere. Die Szenen mit den beiden boten mir als Schauspielerin die einzige Chance, der Rolle menschliche Züge zu geben. Und wenn die Figur diese nicht hat, ist sie praktisch ein Monster."

Im richtigen Leben werde sie spätestens im August 2008 wieder einmal einen Strich ziehen. Eine Serien-Rolle wie in "Rote Rosen" kommt dann für sie zunächst nicht mehr in Frage: "Irgendwann findet man da nicht mehr raus. Ich hoffe schon auf die Gelegenheit, künftig verstärkt in Fernsehfilmen zu spielen."

Eine gute Schule dafür sei "Rote Rosen" allemal. Gedreht wird täglich, fünf Folgen, fünf Drehbücher mit insgesamt 600 Seiten pro Woche. Sie liest zunächst die Inhaltsangabe, markiert die ihre Rolle betreffenden Seiten und reißt sie heraus: "Ich stelle dann praktisch mein eigenes Drehbuch zusammen. So lernt man, sich mit Texten und Inhalten auseinanderzusetzen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen."

Zeit für eine Folge "Großstadtrevier"

Was in den sie nicht unmittelbar betreffenden Handlungssträngen der Serie gerade abgeht, bekommt Sarah Besgen am Drehort gar nicht mit: "Das ist für mich nicht relevant, was Alice Albers gerade macht oder Johanna." Sie ist auch nie auf dem Laufenden, welche Folge aktuell im Fernsehen läuft: "Ganz selten komme ich mal dazu, mir eine Sendung anzusehen, vielleicht mal morgens um kurz nach 7 Uhr oder spät in der Nacht." Ansonsten ist der Tag ausgefüllt mit Lernen, Drehen, Umziehen, Drehen.

Da bleibt auch kaum Zeit für andere Engagements. Einen Tag hatte sie im Sommer frei, um in einer Folge der NDR-Krimireihe "Großstadtrevier" mitzuspielen. Sie wird erst im nächsten Jahr ausgestrahlt, der Termin steht noch nicht fest, aber der Titel: "FC St. Pauli rettet HSV".

Von Wolfgang Thomas


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