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Tarifabschluss

Mit dem Ergebnis zufrieden

20.05.2012 | 19:00 Uhr
Mit dem Ergebnis zufrieden
2000 Beschäftigte aus 20 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie des nördlichen Siegerlandes folgten am Mittwoch dem Aufruf der IG Metall zum befristeten Warnstreik und versammelten sich auf dem Bernhard-Weiß-Platz in Hilchenbach-Dahlbruch.

Siegen-Wittgenstein. Der am Wochenende erzielte Tarifabschluss der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg hat auch bei heimischen Gewerkschaftern Zustimmung gefunden: Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall-Verwaltungsstelle Siegen, Hartwig Durt, ist davon überzeugt, dass das Ergebnis – mit einigen leichten Modifikationen – am heutigen Montag von der Großen Tarifkommission der IG-Metall-NRW in Sprockhövel übernommen wird.

Durt gehört dem 140-köpfigen Gremium aus dem IG-Metall-Bezirk Nordrhein-Westfalen ebenso an wie acht weitere Betriebsräte aus Metall- und Elektrobetrieben in Siegen-Wittgenstein. Bereits am Donnerstag dieser Woche wird es in Bochum die entscheidende Übernahmeverhandlung der Verhandlungskommission geben, bei der Hartwig Durt, ebenfalls eines der Mitglieder, mit am Tisch sitzt .

„4,3 Prozent ist ein gut gelungener Abschluss“, sagte der gerade vor wenigen Tagen für seine nunmehr dritte vierjährige Amtszeit wiedergewählte Geschäftsführer der IG Metall in Siegen: „Das ist höher als die erwartete Inflationsrate von 2,3 plus dem gesamtgesellschaftlichen Produktivitätszuwachs von eineinhalb Prozent“, stellt der Gewerkschafter fest. Vier Prozent seien „verteilungsneutral“, alles darüber bedeutet ein Plus für die einzelnen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die ursprüngliche Forderung der IG Metall lautete auf 6,5 Prozent.

Aber auch die weiteren wichtigen Ziele dieser Tarifrunde wie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden (unter gewissen Ausnahmeregelungen) und die erweiterte Mitbestimmung der Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeitnehmern gelten als erreicht. Nach 24 Monaten soll der befristeten in Zukunft die dauerhafte Anstellung folgen. In Siegen-Wittgenstein wird deren Zahl auf 3500 bis 4000 geschätzt. Allerdings stehe noch eine letzte Verhandlungsrunde mit den in einem eigenen Arbeitgeberverband zusammengeschlossenen Leiharbeitsfirmen aus.

Mit zum Erfolg der 2012er-Tarifrunde beigetragen hat aus Sicht des Siegener IG-Metall-Bevollmächtigten Durt auch die „massive“ Beteiligung von Belegschaften aus Betrieben der Metall- und Elektroindustrie der Region an den Warnstreiks.

An insgesamt drei Kundgebungen in Wittgenstein, in Siegen und in Hilchenbach-Dahlbruch nahmen bis Mitte vorletzter Woche mehr als 7000 Beschäftigte aus insgesamt über 60 Firmen teil.



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