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Stadt Kreuztal eröffnet Ausstellungsreihe „szenenwechsel” im...

Himmel und Erde über Nebraska

05.11.2008 | 20:51 Uhr
Himmel und Erde über Nebraska

Der Kreuztaler Kulturbahnhof wird sich nächstes Jahr für regional und überregional aktive bildnerische Künstler öffnen. Bis zum 15. Dezember werden für die ersten vier Ausstellungen im völlig umgebauten Empfangsgebäude mit seiner großen Glasvitrine Bewerbungen angenommen.

Kulturamtsleiter Holger Glasmachers ist davon überzeugt, dass zahlreiche Kunstschaffende aus der nahen und weiteren Umgebung das Angebot der Stadt Kreuztal nutzen werden, ihre Arbeiten für die Dauer von mehreren Wochen im Kulturbahnhof zu präsentieren. Publikum ist garantiert. Denn die Ausstellung findet unter den Augen der mehreren hundert Bahnhofsbenutzer statt, die tagsüber abreisen oder ankommen.

Die Jury, die sich Anfang des neuen Jahres die Bewerbungen vornehmen wird, ist hochkarätig besetzt: Es gehören ihr außer den beiden im Bahnhof tätigen „Hauskünstlern” Annette Besgen und Ulrich Langenbach auch der Kurator der Kreuztaler Kunstsammlung, Frank Frisch, der emeritierte Siegener Anglistikprofessor Christian W. Thomsen, Karin Puck vom Museum für Gegenwartskunst Siegen und Kulturamtsleiter Holger Glasmachers an.

An ihn sind auch die Bewerbungen der Künstler zu richten, die eine Bedingung auf jeden Fall erfüllt haben müssen, wie Glasmachers sagt: „Sie sollten schon einmal ausgestellt haben.” Ansonsten reichen der übliche Lebenslauf, eine Ansichtsmappe mit analogen und digitalen Bildern vom Werk des Bewerbers und ein Kommentar zum eigenen künstlerischen Schaffen. Angesprochen sind Maler und Bildhauer, Grafiker und Fotografen, aber auch Videokünstler. Denn der moderne Kulturbahnhof bietet alle technischen Möglichkeiten, die für Videoinstallationen erforderlich sind.

Die Ausstellungsreihe wird unter dem Titel „szenenwechsel” fortlaufend durchnummeriert werden. Nummer eins (bis 11. Januar) wird vom morgigen Freitag die Ausstellung von Annette Besgen sein, die acht großformatige Kreidezeichnungen von Himmel und Erde zum Thema „im vorbei” zeigt. Es sind Arbeiten in Cinemascope-Größe, also ein Mal 2,35 Meter, die vor fünf Jahren bei einem Stipendium der Künstlerin im Omaha/Nebraska entstanden sind und - passend zu einem Bahnhof - die Flüchtigkeit eines Landschafts- oder Himmelsmotives im Vorbeifahren mit Zug oder Auto interpretieren. Nach der Vernissage um 19 Uhr steht das Atelier von Annette Besgen zur Besichtigung offen sowie am darauffolgenden Samstag von 14 bis 18 Uhr. Nächster Künstler der Reihe „szenenwechsel” ist Uli Langenbach.



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