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Gartengestalter Julian Nöll hat seinen eigenen Kopf - Projekt in Freudenberg

25.07.2012 | 15:33 Uhr
Gartengestalter Julian Nöll hat seinen eigenen Kopf - Projekt in Freudenberg
Gartengestalter Julian Nöll, seit vier Jahren selbstständig, hat seinen eigenen Kopf mit viele guten Ideen. Foto: Stefan Pohl

Freudenberg.   Nach einer schweren Meniskusoperation wurde Julian Nöll gekündigt. Also machte sich der Landschafts- und Gartengestalter „aus Passion“ selbstständig. Sein Lebenstraum ist ein eigener Bauernhof mit Obst- und Gemüseanbau für den Eigenbedarf und einem schönen Garten. Derzeit arbeitet der 29-Jährige in Freudenberg an „einem von zwei größeren Projekten im Jahr“, die er betreut.

Den eigenen Kopf sieht man Julian Nöll (29) schon von weitem an. Er trägt bei der Arbeit einen Hut. Das würde bei den meisten Büromenschen etwas lächerlich aussehen, aber einem Garten- und Landschaftsgestalter steht er gut. Der Hut schützt vor Sonne und vor Regen. Und in den vergangenen Wochen hielt das Wetter beide Varianten bereit. Der eigene Kopf steht bei Julian Nöll, jetzt im vierten Jahr selbstständig, aber noch für etwas anderes. Für einen eigenen Weg und ganz eigene Ideen. „Vom Typ her bin ich ein Eigenbrötler“, räumt er ein, um nicht ganz unbescheiden hinzuzufügen: „Und ich habe was drauf.“

Derzeit arbeitet er in Freudenberg an „einem von zwei größeren Projekten im Jahr“, die er betreut: Einen verwilderten, hügeligen Nutzgarten aus den sechziger Jahren, etwa 1000 Quadratmeter groß, in ein ansprechendes Gelände zur Freizeitnutzung zu verwandeln - mit Rasen, einem Freisitz, Gehölzen und Sichtschutz zur Straße. Zusätzlich gab es das Problem, ein anliegendes Brennholzlager an der Grundstücksgrenze trocken zu bekommen. Nöll löst das mit Hilfe von alten Eisenbahnschienen, die er so unter den Holzstapel legen will, dass er von unten Luft bekommt.

Landschafts- und Gartengestalter aus Passion

Julian Nöll ist Landschafts- und Gartengestalter aus Passion. „Schon als Kind war ich immer im Garten“, erzählt er, „und Baufahrzeuge haben mich schon damals fasziniert.“ Nach dem Abitur folgten logischerweise eine Lehre als Garten- und Landschaftsbauer und drei Jahre als Angestellter in einem Siegener Betrieb. Dann kam das Fernweh. Nöll ging nach Arnheim, um tropische Forstwirtschaft zu studieren. Ziel: Etwas von der Welt zu sehen. Aber das ging schief. „Ich bin naturverbunden und kann zupacken. Aber das Studium war mir zu theoretisch“, räumt Nöll ein. Nach vier Wochen ging es zurück nach Freudenberg.

Nach einem weiteren Dreivierteljahr bei dem Siegener Gartenbau­betrieb dann die Wende. Nach einer schweren Meniskusoperation kündigte ihm der Chef. Julian Nöll machte sich nach Beratung durch die Industrie- und Handelskammer Siegen und mit einem Existenzgründungszuschuss der Arbeitsagentur in der Tasche selbstständig - eine Idee, die ihm nach eigenem Bekunden „schon in der Lehrzeit gekommen“ war.

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