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Mit „Unwucht“ dem eigenen Puls gefolgt

16.11.2011 | 09:00 Uhr
Mit „Unwucht“ dem eigenen Puls gefolgt
Die Künstlergruppe Puls mit (von links) Johanna Winkelgrund, Jessica Sommer und Stefan Bock stellt jetzt im Plettenberger Rathaussaal aus.

Plettenberg.   Nach der Abschieds-Ausstellung der Stipendiatin Slava Seidel macht eine weitere Kunstausstellung der Werkstatt Plettenberg neugierig: Ab Freitag, 18. November, stellt die Künstlergruppe Puls im Rathaussaal ihre Werke vor.

Nach der Abschieds-Ausstellung der Stipendiatin Slava Seidel macht eine weitere Kunstausstellung der Werkstatt Plettenberg neugierig: Ab Freitag, 18. November, 19 Uhr, stellt die Künstlergruppe Puls im Rathaussaal Kunstinteressierten aus Plettenberg und Umgebung ihre Werke vor. Bis zum 9. Dezember können die Bilder unter dem Thema „Unwucht” dort betrachtet werden.

Die Künstler Stefan Bock, Jessica Sommer und die Plettenberger Malerin Johanna Winkelgrund haben sich während ihres Studiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig kennengelernt und die Künstlergruppe Puls gegründet. Bewegung, ob langsam oder schnell, steht im Mittelpunkt der Arbeiten. Dem eigenen Rhythmus, dem eigenen Puls, zu folgen, trotzend einer Umwelt voller „Mainstream” und vielerlei Ablenkungen ist gemeinsames Anliegen der drei Maler.

Bewusst gesetzte Ungleichgewichte

So auch beim Thema „Kind”, die malerische Auseinandersetzung wird unterschiedlich umgesetzt. Dabei zeigen sich die Künstler neugierig, suchen und entdecken. Das Thema „Unwucht” bezieht sich auf ungleichgewichtige Momente in den Arbeiten, die verschiedene Sichtweisen auf gesellschaftliche Zusammenhänge und Lebensformen geben.

Die Arbeiten haben sich frei entwickelt, zeigen sich nicht inszeniert oder streng konzeptioniert. In einer stummen Übereinkunft will sich das Trio auch weiter modischen Trends des Kunst-Marktes entziehen.

Bunte Kirmesbilder

Wichtig ist den Malern die Natur, nicht in einer sentimentalen Beschau, sondern im Vertrauen auf deren ursprüngliche Kraft und Stärke. Das Leben in all seiner Vielseitigkeit, aber auch scheinbarer Unsinnigkeit, angenommen oder hinterfragt, findet in der Bildersprache doch Antworten.

Johanna Winkelgrund, der einstigen Werkstatt-Stipendiatin, der Plettenberg und ihr Häuschen am Kirchplatz so gut gefielen, dass sie blieb, hat sich länger schon auf die Ausstellung vorbereitet und wird für diese Künstlerin nicht unbedingt typische, bunte Kirmes-Bilder zeigen.

Marlis Denkert

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2011-11-16 09:00
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