Werbeschirme am besten gar nicht
02.07.2012 | 18:37 Uhr 2012-07-02T18:37:00+0200
Lüdenscheid. Riesige Marktschirme in knalligem Orange samt Schriftzug mit dem Namen eines Bierbrauers, um die Gäste draußen vor der Sonne zu schützen – so hatte es ein Wirt am Sternplatz geplant. Doch das war den Stadtplanern im Rathaus zuviel: Zu grell, zu werblich, erfuhr der Wirt. Und schaffte schließlich Schirme in neutralem Weiß an. Wie soll Außengastronomie in der City denn nun aussehen? Zu dieser Frage wollen die Stadtplaner jetzt eine Richtlinie erarbeiten – gemeinsam mit den Gastronomen.
Runder Tisch für die beiden Plätze
Thema soll dabei die Optik rund um Sternplatz und Rathausplatz sein. Nach den Sommerferien wird es für einen „Runden Tisch“ einen neuen Anlauf geben. Mitte Juni war ein erster Termin ausgefallen. Mangels Interesse. Lars Bursian, Leiter des Fachdienstes Stadtplanung und Verkehr im Rathaus, hofft nun, dass Gastronomen, aber auch Händler und Hauseigentümer rund um die beiden Plätze nach Ende der Sommer-Saison draußen mehr Zeit zum Diskutieren mitbringen. Ziel müsse es sein, eine gemeinsame Linie zu finden, betont er im WR-Gespräch – nur so könne die Innenstadt attraktiver werden.
Zum Vergleich: Für die Altstadt die Wilhelmstraße hinauf gilt bereits eine Gestaltungssatzung mit detaillierten Vorgaben: Keine Schirme mit Werbung, maximal sechs Blumenkübel, keine Billig-Tische und -Stühle aus Plastik, Außen-Mobiliar farblich aufs Gebäude abgestimmt – und Ausnahmen nur auf Antrag.
Teure Aufsteller in der Altstadt
Ausdrücklich nicht gehen soll es am Runden Tisch um Außenwerbung vor Läden und das Problem Leerstand, beides ebenfalls konfliktträchtige Themen.
In Sachen Werbung haben Altstadt-Geschäftsleute inzwischen die Erfahrung gemacht, dass etwa ihre Leuchtreklame aktuell nicht mehr der Satzung entsprechen. Und Werbe-Aufsteller saftige Gebühren kosten. Da sei ein Quadratmeter Aufstellfläche mittlerweile teurer als ein Quadratmeter Ladenfläche zur Miete, klagt ein Lüdenscheider Einzelhändler.
14:27
.. und viel Spass bei den Promotions- Werbe-Veranstaltungen zu Sonder-terminen ( gleiches Recht für alle ! )
13:21
Bei diesen ganzen Vorschriften und Verboten soll sich niemand wundern, wenn sich in der Stadt nichts weiterentwickelt und auch kreative, gastronische Angebote fehlen, die vielleicht auch ein junges Publikum ansprechen.
Vielleicht hat Lüdenscheid bald wieder Chancen bei "Unser Dorf soll schöner werden!"