So schädlich wie Röntgenstrahlen
25.01.2010 | 17:00 Uhr 2010-01-25T17:00:00+0100
Halver. Auf reges Interesse stieß am Sonntag der Vortrag über gesunde Ernährung im Aktivital-Fitness. Früher sei er oft nach Tipps zu gesunder Ernährung gefragt worden, erklärte Referent Wolfgang Schmidt.
Häufig seien die Kunden dann einige Male in seine Apotheke gekommen, um von ihren Erfolgen zu berichten. Als problematisch erwies sich allerdings die Nachhaltigkeit. „Wenn ich die Kunden dann später mal in der Stadt traf, liefen sie mit gesenktem Kopf an mir vorbei”, erzählte er.
Am Beispiel von Zucker verdeutlichte Schmidt, wie sich die Ernährungssituation gewandelt hat. Betrug der Pro-Kopf-Verbrauch der Menschen im 15. Jahrhundert noch 20 Gramm pro Jahr, schnellte er mittlerweile auf 35 Kilogramm in die Höhe. Das macht 100 Gramm Zucker pro Tag. Parallel dazu stieg, so besagt ein Bericht der DAK, die Summe, die für ernährungsbedingte Krankheiten aufgewendet werden muss, von 31 Milliarden DM im Jahr 1995 bis auf 73 Milliarden DM im Jahr 2000. Der Anteil an den Gesamtkosten im Gesundheitswesen beträgt ein Drittel.
Freie Radikale, das sind instabile und aggressive Sauerstoffabkömmlinge, sind in ihrer schädlichen Wirkung mit Röntgenstrahlen vergleichbar. Freie Radikale entstehen vermehrt durch Tabakkonsum, Stress und schädliche Umwelteinwirkungen. Wer beim Essen fünfmal am Tag zu frischem, möglichst rohem Gemüse greift, kann die freien Radikale in Schach halten. Das Ausweichen auf Vitaminpillen ist hingegen nicht ratsam. „Beispielsweise wird beim Apfel auf den hohen Anteil an Vitamin C hingewiesen”, so Schmidt. „Viel entscheidender ist aber die Synergie der Mikronährstoffe”, erklärte Schmidt und machte im weiteren Verlauf seiner Ausführungen Vorschläge, was „das Richtige” zu essen sei.
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