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Heesfeld

Schilder sollen Tempo senken

16.06.2012 | 19:00 Uhr
Schilder sollen Tempo senken
Die Anwohner in Heesfeld sind unzufrieden mit der Verkehrssituation. Das wurde bei der lebhaft geführten Bürgeranhörung in der Heesfelder Mühle deutlich.

Halver. Es schien, als sei Donnerstagabend „ganz Heesfeld“ in der gleichnamigen Mühle bei der Bürgeranhörung dabei gewesen. Thema war die Situation an der Einmündung zur Bundesstraße 229 und die Gesamtsituation. Bürgermeister Dr. Bernd Eicker hatte zur Versammlung eingeladen, weil er seit Jahren Fragen, Anregungen und Kritik seitens der Anwohner erhält. Unterstützt wurde er von Lutz Eicker.

Wohl nur wenige Anwesende hätten zu Beginn der etwa eineinhalbstündigen Diskussion darauf gesetzt, dass man sich am Ende auf einen Drei-Punkte-Plan einigen würde. Unstrittig war von Beginn an die Sichtweise der Heesfelder: „Das Grundprinzip ist die Raserei der Idioten“, sagte Gabriele Brunsmeier. Kaum ein Verkehrsteilnehmer, das bestätigten auch andere Diskussionsteilnehmer, halte sich an die vorgegebenen 60 Stundenkilometer. Besonders gefährdet sind Fußgänger, die die Straße überqueren möchten.

Heesfeld ist kein Unfallschwerpunkt

Im Bereich Heesfeld fänden in Halver die meisten Geschwindigkeitsmessungen statt, entgegnete Bürgermeister Dr. Bernd Eicker. „Ich gehe in die Eisen, wenn ich hier langfahre, weil hier oft ein Radarwagen steht“, bekannte er. Lutz Eicker dämpfte die Erwartungen an einen Starenkasten. „Das hier ist zum Glück kein Unfallschwerpunkt“, nahm er die Argumentation von Straßen NRW und dem Straßenverkehrsamt vorweg. „Die Behörden haben auch im Blick, dass es sich um eine Bundesstraße handelt, auf der die Verkehrsteilnehmer zügig von Lüdenscheid nach Radevormwald kommen wollen“, meinte Dr. Bernd Eicker. Immerhin sollen nun über den 60er Schildern Hinweisschilder „Gefährliche Ausfahrten“ angebracht werden. Unübersichtlich ist das Abbiegen von Heesfeld aus besonders nach links. Ursache dafür ist die Hecke und der anschließende Waldgarten der Familie Bueren. „Seit vor zwei Wochen die Einladung zur Bürgeranhörung kam, ist die Hecke schon kürzer“, sagte ein Anwohner. Erst später im Vorgarten der Buerens merkten viele Anwohner, wie viel von dem beträchtlichen Lärm, der von der Bundesstraße ausgeht, der Waldgarten schluckt. In der Versammlung versprach Hildegard Bueren, Hecke und Vorgarten zu stutzen.

Schranke mit Chipkarte

Der letzte und nicht weniger umstrittene Punkt: die Schranke. Die ist kaputt, die Durchfahrt möglich. Das soll sich bald wieder ändern. Die Stadt übernimmt aber nur die Kosten für eine Standardausführung. Damit sie sich für die Anwohner öffnet, ohne dass diese aus dem Auto steigen müssen, schaut Klaus Brunsmeier nach einem Modell, das mit Hilfe einer Chipkarte bedient werden kann. Die Mehrkosten werden auf die Nutzer umgelegt. Die Maßnahmen sollen zeitnah umgesetzt werden.

Ursula Dettlaff



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