Das aktuelle Wetter Lüdenscheid 5°C
Klaus-Martin Pandikow bleibt Behindertenbeauftragter

Rathaus soll Vorbild werden

23.10.2009 | 21:50 Uhr

Klaus-Martin Pandikow bleibt ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Stadt Lüdenscheid – und damit auch Vorsitzender der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung.

Und der Mann möchte sich auch weiterhin intensiv für mehr Barrierefreiheit im Rathaus, an Bushaltestellen und in öffentlich zugänglichen privaten Gebäuden einsetzen.

Das Gremium bestätigte Pandikow bis 2014 ebenso wie seine Stellvertreterin Monika Schwanz sowie die beiden Schriftführer Dietmar Klebon und Karlheinz Glörfeld.

Beispiel Rathaus: Hier hat Pandikow vor allem Sehbehinderte im Auge: Große schwarze Ziffern und Zahlen auf hellem Grund in den Treppenhäusern sollen anzeigen, auf welcher Etage man sich gerade befindet. Eine spezielle Info-Tafel im Eingangsbereich soll entstehen, auf deren reliefartig dargestellten Grundrissen man die Wege durchs Gebäude auch erfühlen kann. Ertastbare Hinweise sollen sich wie bereits berichtet bald auch auf den Geländern der Treppenhäuser wiederfinden.

Und auch das bleibt ein Ziel Pandikows: Alle Türen auf den Rathaus-Fluren öffnen sich rollstuhlgerecht automatisch. Der Beauftragte hofft, dass dieses Projekt 2010 umsetzbar wird – Kostenpunkt: etwa 250 000 Euro. Allerdings bittet Pandikow vor allem die Menschen mit Behinderungen um Geduld. Nicht alles sei von heute auf morgen realisierbar.

Pandikow glaubt aber, dass das Rathaus schon bald in Sachen Barrierefreiheit ein Vorbild sein könnte. Etwa für private öffentliche Gebäude wie das geplante Peek & Cloppenburg-Haus am Sternplatz. Oder das neue Geschäftshaus auf den Grundfesten der ehemaligen Kaufhalle gleich nebenan. Hier bietet sich der Behindertenbeauftragte den Bauplanern konsequent als Berater an.

Auch an der Baustelle „Bushaltestellen” will Pandikow eifrig weiterwerkeln. Derzeit erarbeitet er anhand von Fotos nach und nach konkrete Vorschläge, wie jede einzelne der rund 50 Bushaltestellen so umgerüstet werden könnte, dass sie das Prädikat „Behindertengerecht” verdient.

Ein bis zwei Busse mehr pro Linie gefordert

Pro Haltestelle rechnet Pandikow mit Investitionen von 50 000 bis 80 000 Euro – auszugeben vorzugsweise dann, wenn an der jeweiligen Haltestelle ohnehin gebaut werde wie derzeit an der Weststraße und am Sauerfeld. Dabei hofft Pandikow auf „Sonderfinanzmittel” aus dem Konjunkturpaket II, Topf Infrastruktur.

Wenn der Haltestellen-Bereich am Sauerfeld behindertengerecht umgebaut sei, so Pandikow, müsste die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) eigentlich auf jeder Linie, die dort hält, ein bis zwei Busse mehr einsetzen. Nur so hätten die Fahrer dann genügend Zeit, sich um behinderte Fahrgäste zu kümmern und den Fahrplan dennoch einzuhalten.

Eberhard Demtröder



Kommentare
27.10.2009
18:36
Rathaus soll Vorbild werden
von A.N.D.Y | #1

Ein bis zwei Busse mehr pro Linie gefordert ...

Au mann ... der Mann hat Visionen ....
Wovon sollen die 1-2 Busse pro Line den bezahlt werden ?
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe absolut nichts gegen Behinderte, ich begrüsse es auch wen die haltestellen an denen eh gewerkelt wir Behindertengerecht ausgebaut werden , aber fast alle im Stadtgebiet ?
WER SOLL DAS BEZAHLEN .......................

und 1-2 Busse mehr pro Line ....
1 Bus kostet runde 250000 Euro ... sind bei 20 Linien ja nur läppische 5 Millionen Euro ,´ohne Kosten für Personal und Sprit ....

Sehr futoristisch das ganze, besonders in Zeiten knapper Kassen

Aus dem Ressort
Schützen wandern rund um Heedfeld
Jahresabschlusswanderung
Zur Jahresabschlusswanderung traf sich die Senioren-Wandergruppe des Hülscheider Schützenvereins am Schützenplatz in Heedfeld.
Ostereiermarkt bleibt Gästegarant des Heimatmuseums
Jahresbilanz
Im vergangenen Jahr wurde die 2000er-Marke noch knapp überschritten, diesmal jedoch verfehlten Rudi Olson und Peter Bell ihr Ziel: Mindestens so viele Besucher wollen sie jährlich ins Heimatmuseum locken,
Halveraner zu guten Vorsätzen
Neujahr
Das Rauchen aufgeben, Gewicht verlieren oder mehr für die Gesundheit tun. Wenn der Jahreswechsel da ist, stehen bei vielen Menschen gute Vorsätze an, die sie im neuen Jahr umsetzen wollen. Auch in Halver spielen gute Vorsätze eine Rolle.
Arbeiten rund ums Ehrenmal dauern länger
Mauer-Sanierung
Abdeckplanen flattern im Wind, der Zaun rund um das Ehrenmal steht noch, Bäume sind zum Schutz an den Stämmen mit Puffern umwickelt. Die Sanierung der Mauer zieht sich entgegen den ursprünglichen Zeitplan doch noch länger hin als erwartet.
Vorverkauf für zweite Saisonhälfte der Altstadtbühne beginnt
Theater
„Liebling, ich bin da“ – so heißt die Komödie von Jack Popplewell, mit der die Lüdenscheider Altstadtbühne in dieser Saison aufwartet. Schon am 4. und 5. Januar endet die Theaterpause. Karten für Termine der ersten Saisonhälfte gibt es noch vereinzelt.
Fotos und Videos
Wittgensteins schönste Seiten 25
Bildgalerie
Leserfoto-Aktion