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"Musikschule steht für Kontinuität"

06.01.2008 | 14:36 Uhr

"Wir haben das Ruder nicht herum gerissen, sondern die gute Arbeit von Karin Zabel fortgeführt." Gut bestellt fanden Franz Schulte-Huermann, Leiter der Musikschule, und Stellvertreter Martin Nieswandt den Boden, als sie 2002 die Leitung übernahmen.

Franz Schulte-Huermann (links) und Martin Nieswandt.

"Die Musikschule steht für Kontinuität", loben beide übereinstimmend die Arbeit ihrer Vorgängerin Karin Zabel, die ihr Amt 2002 aus persönlichen Gründen - zunächst befristet auf fünf Jahre - zur Verfügung stellte. Dass sie nach Ablauf der Fünf-Jahres-Frist nicht mehr die Rollen getauscht hat und weiterhin Lehrerin im Fachbereich Streichinstrumente bleibt, ist wiederum ihre persönliche Entscheidung. "Karin Zabel ist ja nicht weg, sondern bringt nach wie vor ihre Impulse ein", wissen Franz Schulte-Huermann und Martin Nieswandt, die ihre Arbeit als Leiterteam fortsetzen, die Erfahrung ihrer Kollegin zu schätzen. Kontinuität ist das Stichwort, das beiden einfällt, wenn sie auf die vergangenen fünf Jahre zurückblicken. "Wir halten die Dinge hoch, von denen wir überzeugt sind. Und dazu gehört, dass wir der Bevölkerung das Musizieren näherbringen wollen."

Verändert haben sich die äußeren Rahmenbedingungen, auf die sich die Musikschule in ihrem Bemühen, musikalische Werte hochzuhalten, einlassen muss. "Die Welt sieht heute nicht mehr so aus wie 2002. Wie Jugendliche aufwachsen, hat sich verändert." Zwei Faktoren - das Schulsystem, das die Kinder stärker als früher einbindet, und die Bildschirmmedien - ziehen Franz Schulte-Huermann und Martin Nieswandt heran, um ihre Aussage mit Leben zu füllen. Nicht als Revolution, sondern Evolution beschreiben beide entsprechende Neuerungen in den vergangenen Jahren. Offensiver geworden sei die Musikschule vor allem in zweierlei Hinsicht, im Bereich der Fortbildungen und der Network. "Wir bemühen uns, überall unsere Finger drin zu haben, um möglichst viele Leute zu erreichen."

Eine hohe Bereitschaft zu Kooperationen ist für das bewährte Leiterteam unerlässlich. Gleiches gilt für den Fortbildungsbereich, in dem die Musikschule aktiver geworden ist, um Impulse für die eigene Arbeit und Anregungen für neue Kurse (u.a. Angebote für Erwachsene) zu erhalten. Häufig sind Franz Schulte-Huermann und Martin Nieswandt, die sich bereits aus ihrer Zeit als Dozenten des Märkischen Jugendsinfonieorchesters (MJO) kennen, hier überregional aktiv.

Während es die Bläserklassen des BGL, die Streicherklassen der THR und das erfolgreiche Modell des Team-Teachings bereits zu Karin Zabels Leiterzeiten gab, ist der Wettbewerb "Klasse musiziert", der am 9. März zum dritten Mal Musikklassen des zweiten Unterrichtsjahres aus ganz NRW nach Lüdenscheid führt, ein echtes "Kind" neuerer Zeit.

Auch der Musikschulkalender in seiner jetzigen, weiter entwickelten Form als großer, reich bebilderter Familienkalender ist neu. Dass die Musikschule mit Matthias Hirth den Regionalleiter des Wettbewerbs "Jugend musiziert" im Haus hat, schreiben Franz Schulte-Huermann und Martin Nieswandt gleichermaßen den offensiven Anstrengungen der Musikschule zu. "Die Musikschule soll ein offenes Haus für alle sein", betont Franz Schulte-Huermann, der sich mit seiner Familie in Lüdenscheid sehr wohl fühlt. "Wir werden in Zukunft keine Langeweile haben." Derzeit 1 300 Schüler und eine lange Warteliste geben ihm Recht. Sorgen bereiten ihm lediglich die leidigen Finanzen.

Von Monika Salzmann



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