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Ernährungstipps

Gesundheit beginnt im Darm

14.03.2012 | 19:00 Uhr
Gesundheit beginnt im Darm
Auf Einladung der Sparkasse üdenscheid referierte die Gesundheits- und Ernährungstherapeutin Alwiera Doerksen vor MItgliedern des landwirtschaftlichen Ortsverbandes.

Halver. Informativ, umfassend und umsetzbar – so lässt sich der Vortragsabend der Sparkasse Lüdenscheid zum Thema Ernährung zusammenfassen. Thomas Meermann, Marketingleiter der Sparkasse, konnte dazu zahlreiche Mitglieder des landwirtschaftlichen Ortsverbandes im Kulturbahnhof begrüßen.

AlwieraDoerksen, die in Radevormwald eine gesundheitstherapeutische Praxis unterhält, sprach über den Einfluss der Ernährung auf verschiedene Schmerzarten. Dabei räumte die gebürtige Paraguayerin im Dialog mit ihrem Publikum mit manchen Ernährungsmythen auf. „Der Mensch ist, was er isst.“ Ernährungssünden in jungen Jahren zeigen sich im Alter, wenn durch die Verlangsamung des Stoffwechsels Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente nicht mehr so leicht vom Körper aufgenommen werden.

„Der Schlüssel für unsere Gesundheit ist der Darm“, hob Doerksen hervor. Die Aufnahmefähigkeit von etwa 300 Quadratmetern Darmoberfläche bestimme über die Gesundheit, informierte sie. Ballaststoffe, etwa auch in Form gequollenen Leinsamenschrots, halten den Darm in Schwung. Viele Allergien hätten ihre Ursache im Darm.

Organe gut mit Wasseroder Tee durchspülen

„Weizen in Kombination mit Zucker ist häufig der Auslöser für Migräne“, erklärte sie. Ballaststoffreiche Nahrung hilft, den Darm gesund zu halten. „Im Darm entwickeln sich auch Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Multiple Sklerose“, fügte sie hinzu. Billigproduktion, Überdüngung und beispielsweise die Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft führe zu einem Rückgang von Vitaminen und Mineralstoffen in der Nahrung. Reichte vor zehn Jahren eine Banane, um den Magnesiumbedarf des Körpers zu decken, benötige man heute 14. Aber wer mag schon so viele? Als Alternative empfahl die Referentin einen Teelöffel Sonnenblumenkerne.

Um die Organe durchzuspülen riet sie, täglich einen Liter stilles Wasser oder Kräutertee pro 25 Kilogramm Körpergewicht zu trinken. Kohlehydrate sind wichtige Energielieferanten. Dem sprichwörtlichen „Abendbrot“ steht sie indes skeptisch gegenüber. Um eine Scheibe Brot zu verarbeiten, müsse man mindestens vier Stunden Walken. „Wer abnehmen möchte, sollte abends auf Brot, Nudeln und Kartoffeln verzichten“, sagte sie. Ansonsten entpuppe sich der Energiespender als Dickmacher. Wer drei- bis viermal pro Woche auf Kohlehydrate verzichte, könne auf diese Weise langsam abnehmen.

„Unsere Geschmacksnerven registrieren nur eine bestimmte Süße.“ Deshalb könne man bedenkenlos den Zuckeranteil in Rezepten auf 60 Prozent reduzieren. „Finger weg von Lightprodukten“, warnte sie besonders mit Blick auf den Süßstoff Aspartam. Rheumapatienten sollten Nachtschattengewächse, also Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen meiden. „Alle Pharmavitamine sind auf Hefebasis hergestellt und können vom Körper nicht richtig verarbeitet werden“, sagte Doerksen. Kurz ging sie auf Säure-Basen-Ernährung ein. „Durch Bewegung bauen wir Gifte ab“, leitete sie über zu einem weiteren Thema. „Keiner ist zu alt für Ausdauertraining.“

Ursula Dettlaff



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