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BIK-Projekt kooperiert mit TSV

Boxprojekt soll Integration fördern

26.09.2008 | 21:40 Uhr

Rönsahl/Kierspe. Der Wunsch, dass sich das Kiersper BIK-Projekt (Begegnung – Beschäftigung – Kommunikation) verstärkt in Rönsahl engagiert, war groß.

Jürgen Hedfeld, Vorsitzender des TSV Rönsahl, freut sich, dass jetzt eine Kooperation geschlossen werden konnte. Bis zu 20 Jugendliche boxen regelmäßig in der Turnhalle. Das BIK-Team musste in den bisherigen zwei Jahren des Projektes immer wieder erfahren, wie schwierig es ist, Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund in Vereine zu integrieren. Wechselnde Interessen erschweren eine kontinuierliche Arbeit. Auf das Interesse am Boxsport sind die Jugendlichen aus Rönsahl und Kierspe selbst gestoßen. „Es hat ein gutes halbes Jahr Vorlauf gebraucht”, erklärt BIK-Projektleiter Dieter Löbel, „bis wir nun starten konnten.” In dieser Zeit haben sich die Jugendlichen Gedanken über das benötigte Material, wie Boxhandschuhe und Schutzbekleidung, gemacht. Finanziell und ideell wurden sie durch den TSV, BIK-Projekt, Jugendzentrum und Stadtsportverband unterstützt. Als Übungsleiter wurde Dirk Schwarz aus Wiehl gewonnen, Profiboxtrainer des Bundes Deutscher Berufsboxer. Erfreulich ist aus Sicht der Verantwortlichen, dass sich ein Jugendlicher aus der Gruppe zum Übungsleiter ausbilden lassen möchten. Schon jetzt trainiert Dimitri Warkentin unter den Augen des Boxprofis die Rönsahler Gruppe. „Allerdings ist eine Ausbildung sehr teuer”, weiß SSV-Vorsitzender Dieter Schmidt. Dimitri Warkentin ist zwar bereit, einiges selbst zu bezahlen, doch soll der junge Mann auch hier Unterstützung erhalten. Mit dem Thaiboxen wollen die Jugendlichen ihre Fitness steigern. Aber auch als Anti-Aggressionstraining ist die Sportart geeignet. „Wer aggressiv wird, fliegt aus der Gruppe raus”, so Jugendzentrumsleiterin Kerstin Busse. Und weil Jugendliche mit Migrationshintergrund gemeinsam mit Deutschen zusammen trainieren, steht auch der Integrationsgedanke des BIK-Projektes in direktem Zusammenhang. „Vor allem möchten wir mit dem Boxtraining eine Nachhaltigkeit schaffen”, so Löbel. In einem Jahr läuft das Projekt des Diakonischen Werkes aus.

Weitere Teilnehmer sind willkommen. Training: dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr statt.

Dirk Hackenberg



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