Tankschiff stößt auf Wesel-Datteln-Kanal gegen Autobahnbrücke
11.06.2012 | 17:38 Uhr 2012-06-11T17:38:00+0200
Hünxe/Voerde. In Hünxe ist erneut ein Tankmotorschiff gegen eine Autobahnbrücke der A 3 gestoßen. Dabei riss das Steuerhaus ab, der Schiffsführer wurde schwer verletzt. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Unfälle mit höhenverstellbaren Steuerhäusern. Die Polizei spricht von individuellen Fahrfehlern.
Schwere Verletztungen erlitt ein 51-jähriger Mann bei einem Schiffsunfall auf dem Wesel-Datteln-Kanal. In der Nacht zu Sonntag war er bei Kilometer 10,86 mit seinem Tankmotorschiff gegen die Autobahnbrücke der A3 gefahren.
Dabei riss das Dach des Steuerhauses ab und der Rest des Aufbaus verschob sich nach hinten. Der Schiffsführer verletzte sich dabei schwer und wurde von den Rettungskräften ins Krankenhaus eingeliefert. Das havarierte Schiff wurde zur Schleuse in Hünxe gebracht und dort festgelegt. Der Kanal war zwischen Friedrichsfeld und Hünxe bis 5.30 Uhr am Sonntagmorgen für den Schiffsverkehr gesperrt, die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Immer wieder kommt es in den vergangenen Monaten zu Schiffsunfällen auf dem Wesel-Datteln-Kanal, zuletzt fuhr ein Schiffsführer vor anderthalb Wochen gegen eine Eisenbahnbrücke. Es handele sich dabei aber um individuelle Fehler der Schiffsführer, die nicht daran denken, höhenverstellbare Steuerhäuser der Durchfahrtshöhe anzupassen, hieß es dazu von der Wasserschutzpolizei. Bei dem aktuellen Unfall war der 51-jährige Tankschiff-Fahrer gegen die mit einer Durchfahrtshöhe von 4,91 Metern niedrigste Brücke des Abschnitts gefahren.
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Schon das zweite Mal innerhalb von zwei Wochen. Schlafen die Schiffsführer? Es gibt doch Radarwarner.