Erneut Orkan über Wittgenstein
11.05.2007 | 01:14 Uhr 2007-05-11T01:14:51+0200Wittgenstein. (lpd) So schlimm wie der Orkan "Kyrill" wütete der gestrige Sturm in Wittgenstein nicht. Während er Erndtebrück und Bad Laasphe verschonte, kam es aber im Stadtgebiet von Bad Berleburg zu zahlreichen Feuerwehr-Einsätzen.
Nach den Erfahrungen mit dem Orkan "Kyrill" wurde am frühen Nachmittag im Feuerwehrgerätehaus Bad Berleburg ein Meldekopf eingerichtet. Von dort aus wurden die Einsätze der Löschzüge in der Kernstadt, in Schwarzenau, Arfeld und Elsoff geleitet.
Der Löschzug 1 musste umgestürzte Bäume in der Hochstraße, der Schlossstraße und am Truftehain beseitigen. Die Berleburger Drehleiter unterstützte die Beseitigung von Windbruch-Schäden in Schwarzenau.
Im Einsatz waren auch der Bad Berleburger Bauhof und das Landesstraßenbauamt, das die durch schwere, umgestürzte Bäume blockierte Kreisstraße 44 vom Laibach aus in Richtung Schwarzenau freiräumen musste.
Zum Glück, so Stadtbrandinspektor Rainer Schilling, sei es bei umgestürzten Bäumen geblieben. Verletzt wurde niemand, und auch der Sachschaden sei gering.
Der Direktor der Wittgenstein-Berleburg'schen Rentkammer, Johannes Röhl, berichtete, dass die Straße nach Jagdhaus erneut durch umgestürzte Bäume blockiert worden sei. Auch zahlreiche Waldwege seien unpassierbar. Viele Bäume, die durch den Orkan "Kyrill" bereits angeschlagen waren, seien durch den jetzigen Sturm "nachgefallen". "Besonders schlimm ist, dass es diesmal auch die Laubbäume erwischt hat. Weil sie jetzt Blätter tragen, bieten sie mehr Angriffsfläche", so Röhl. Wie hoch der zusätzliche Schaden durch erneuten Windbruch im Wald sei, sei noch nicht absehbar, so Röhl weiter.
Bereits am Vormittag hatte Landrat Paul Breuer eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes für den Kreis Siegen-Wittgenstein weitergegeben. Oberhalb von 400 Metern müsse mit orkanartigen Böen gerechnet werden. Die Böen könnten Windstärke 11 erreichen, was einer Windgeschwindigkeit von 110 km/h entspreche, hieß es darin. Gegen 16 Uhr konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Der Sturm hatte sich gelegt.
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