Schlecker - Verdi rechnet mit rund 50 Entlassungen
20.01.2012 | 17:47 Uhr 2012-01-20T17:47:00+0100
Mülheim. Die Schlecker-Pleite haut Günter Wolf nicht vom Hocker. Dass es nicht rosig um die Drogeriemarkt-Kett e bestellt ist, bundesweit weitere 600 Filialen im Frühjahr geschlossen werden sollen und man an einem neuen Konzept tüftelt, ist bekannt. Aber dass so schnell und an einem Freitag Insolvenz angemeldet wird, damit hätte der stellvertretende Verdi -Geschäftsführer für Mülheim und Oberhausen nicht gerechnet.
„Das finde ich unverschämt“, sagt Wolf. Er vermutet, dass die Plan-Insolvenz Teil der Restrukturierung des Unternehmens sei. Mit dem Ziel „nicht rentable Filialen zu schließen“. Schlecker taktiere ungeschickt: „Das bringt nur Hektik und Chaos in die öffentliche Debatte. Der Verkauf geht doch weiter.“
Vermutlich bis zu 50 Entlassungen
Nach dem Standort-Aus gegenüber dem Kaufhof vor längerer Zeit hat in dieser Woche auf der Leineweberstraße eine weitere Filiale in Mülheim dicht gemacht. Aktuell hat Wolf in Mülheim und Oberhausen noch 13 Schlecker-Märkte gezählt, zu Hochzeiten seien es mal 49 gewesen. Vorausschauend habe Verdi 2010 mit dem Unternehmen einen Tarif-Sozialplan abgeschlossen. Bei der Insolvenz rechnet er damit, dass es in Mülheim und Oberhausen zu „50 Entlassungen“ kommen könnte. Der Draht zum Betriebsrat sei eng. „Und wir werden die Menschen beraten, die davon betroffen sind.“
10:36
Hoffentlich machen die alle dicht. Da hat der Verkaufsboykott vieler ehemaliger Kunden ja doch Wirkung gezeigt. Schade (?) vielleicht für die Mitarbeiter, aber ich als Kunde konnte solch eine Personalpolitik und an Ausbeutung grenzendes Verhalten nicht mehr unterstützen und habe eben mit den Füssen abgestimmt.
18:07
Schon wieder einer weg, wenn auch ein schlechter. Aber in Mülheim blüht ja das Leben, wenn auch nur in Form von Rost...
11:57
Der Schlecker Oberhausener Straße ( Styrum ) Schließt am Mittwoch ebenfalls