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Vollanschluss

Verzug bremst Projekte aus

16.03.2010 | 17:47 Uhr

Horstmar. Die Verzögerungen beim Bau des Vollanschlusses an der A 2 in Lanstrop bringen nicht nur Verkehrsplaner auf die Palme. Sie wirken sich auch an ganz anderer Stelle unmittelbar aus.

Vom Autohof im Klötersfeld beispielsweise ist beim Wirtschaftsförderungszentrum Lünen (WZL) keine Rede mehr.

2014 soll es den Vollanschluss frühestens geben. Das ist aktueller Stand beim Landesbetrieb Straßen.NRW. Ursprünglich war mal von 2012 die Rede. Unter Experten gilt inzwischen sogar 2014 als nur noch theoretisch. Sollte die Planfeststellung für die zweite A 2-Rampe tatsächlich im nächsten Jahr starten, dürfte im Verfahren nichts mehr dazwischenkommen, um den Zeitpunkt überhaupt noch zu schaffen.

Unklarheit ist nichts für Investoren. Weswegen sich ein Projektentwickler, der am Bau des Autohofes im Klötersfeld interessiert war, inzwischen auch zurückgezogen hat, wie WZL-Geschäftsführer Michael Sponholz berichtete. Nach Informationen unserer Zeitung muss es sich dabei um die Eurorastpark GmbH handeln, Deutschlands größter privater Autohof-Investor, der auch den Autohof an der A 2-Abfahrt Hamm-Uentrop unterhält. Im Gespräch mit unserer Zeitung hatte Eurorastpark-Prokurist Siegfried Arnds den Standort Lünen vor einem Jahr noch als „sehr interessant” bezeichnet.

Das Handeln des Investors sei nachvollziehbar, erklärte Sponholz. Es bedeute aber nicht gleich das Aus für den Lüner Autohof. Er gehe vielmehr davon aus, dass Investoren bei ihm wieder anklopfen, sobald sicher ist, wann der Vollanschluss tatsächlich kommt. Auch Harpen als Eigentümer der Fläche im Klötersfeld betreibe Projektentwicklung, ergänzte Sponholz.

Über den Verzug bei den Vollanschluss-Plänen ärgert sich der WZL-Geschäftsführer auch aus einem anderen Grund. Ein vollwertiger Autobahnanschluss gilt als Voraussetzungen für die Vermarktung des Gewerbegebietes an der Derner Straße. Dort sollen im deutlichen Abstand zur Wohnbebauung Restflächen für Kleingewerbe erschlossen werden. Nachdem das Gewerbegebiet Scharnhorststraße nun komplett dicht sei, gebe es im Lüner Süden damit keinen einzigen Quadratmeter mehr, der zurzeit gewerblich zu vermarkten ist, erklärte Sponholz.

Andreas Gruber

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