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Beckinghausen

SPD-Vorstoß für bessere Nahversorgung

18.03.2010 | 20:00 Uhr

Beckinghausen. Die SPD in Beckinghausen fordert eine umfassende Analyse der Nahversorgungs-Situation in ihrem Stadtteil. Um das Angebot verbessern zu können, drängt der Ortsverein auf eine Verständigung mit der benachbarten Stadt Bergkamen, wirbt für eine „interkommunale Lösung” des Problems.

Bereits im November hatte der Ortsverein eine Änderung des städtischen Masterplanes Einzelhandel gefordert. Der Masterplan setzt für die Ansiedlung eines fußläufigen Lebensmittelmarktes eine Mantelbevölkerung von mindestens 4000 Einwohnern voraus, Beckinghausen wird allerdings eine Bevölkerung von lediglich etwa 1000 Einwohnern zugerechnet. „Richtig ist, dass der Bereich bis zur Seseke/Preußenstraße im Süden und die Neubausiedlung südlich der Seseke im Schatten des Dammes als Einzugsbereich für Beckinghausen einbezogen werden muss”, hatte der SPD-Ehrenvorsitzende Karl-Heinz Fridriszik in einer Eingabe an den Rat mitgeteilt. Außerdem werde das neue Pflegeheim der Herz-Jesu-Gemeinde für Kundschaft sorgen, ebenso wie noch zu erwartender Wohnungsbau.

Insgesamt rechnet Fridriszik mit 2415 Menschen, die ein Nahversorgungs-Angebot in Beckinghausen nutzen würden. „Diese Einwohnerzahl reicht jedoch nicht aus, um ein konventionelles Lebensmittelgeschäft mit 400 Quadratmetern oder mehr zu etablieren”, heißt es in der Eingabe. „Zur Sicherung der Nahversorgung in Beckinghausen kommt somit nur eine interkommunale Lösung mit Bergkamen in Frage”. In Beckinghausen lebten sehr viele ältere Menschen, sagt Fridriszik, umso notwendiger sei die Ansiedlung eines fußläufig erreichbaren Lebensmittelgeschäftes. Als möglicher Standort komme das Gelände nördlich des DRK-Kindergartens an der Kreuzstraße in Frage – auch alternative Nahversorgungs-Konzepte, wie sie im Zusammenhang mit der Sozialen Stadt Gahmen diskutiert werden, müssten in Erwägung gezogen werden.

Berücksichtigung im Masterplan

Auch Sven Weber, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, fordert eine stärkere Berücksichtigung des Stadtteils im Masterplan Einzelhandel. „Man redet immer über die Nahversorgung in Gahmen oder der Geist”, sagt Weber, „selten über das Problem in Beckinghausen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Bevölkerung unseres Stadtteils sehr klein ist.” Aufgrund der Annahme, dass auch Menschen aus angrenzenden Gebieten in Beckinghausen einkaufen würden, bezeichnet der stellvertretende Vorsitzende es als „lohnenswert” einen Markt in dem Stadtteil zu eröffnen. Auch Weber fordert eine umfassende Analyse der Situation und des tatsächlichen Nahversorgungs-Bedarfs.

Philip Ritter

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