Im ehemaligen Hertie wird gefensterlt
09.02.2010 | 19:16 Uhr 2010-02-09T19:16:00+0100Lünen. Lange Zeit hatte sich nichts getan: Gestern herrschte jedoch geschäftiges Treiben in den Schaufenstern des ehemaligen Hertie-Gebäudes.
Die Aktion der Stadt „Unser Lüner Schaukasten” startete mit Dekorationen von Schulen, Künstlern und gewerblichen Ausstellern. Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten – und sie waren durchweg positiv.
„Endlich kommt was Schönes und was zum Gucken hierhin”, war der zu vernehmende Tenor der vorübergehenden Bürger über die Aktion. Dabei gibt es jetzt schon, obwohl noch nicht alle Plätze belegt sind, einiges zu sehen. Eine bunte Mischung sorgt nach langer Zeit wieder für ein anspruchvolles Äußeres des leerstehenden Gebäudes.
So stellten die Viktoriaschule, die Friedrich-Ebert-Schule und die Cappenberger Waldschule tierische Protagonisten auf. Ob Fuchs, Dachs oder Löwe, der interessierte Schaufensterbummler kann hier so einiges aus Fauna und Flora entdecken.
Unter dem Thema „Kleine und Große Kunst” stellen fünf Künstler ebenfalls ihre Werke in den Schaufenstern aus. Lüner Vereine hatten sich unter dem Thema „Engagement und Verantwortung in unserer Stadt” beworben und den Zuschlag bekommen. „Besondere Angebote für unsere Stadt” ist das Motto für vier gewerbliche Aussteller.
Heute und in der nächsten Woche werden dann die restlichen Schaufenster dekoriert. Außerdem werden heute noch Infozettel über die verschiedenen Austeller aufgehängt. Bis zum 22. April können die Lüner dann die Werke bestaunen. Danach ist allerdings nicht Schluss mit der Aktion: weitere Themen folgen. Zum Beispiel: „Local Heroes” und „Urbane Realitäten erleben”.
Für die Künstler und Schulen ist ein Platz am Fenster kostenlos, die gewerblichen Aussteller müssen einen Mietbeitrag zahlen.
Was jetzt noch fehlt für die perfekte Dekoration und Optik – gerade in der dunklen Jahreszeit –, ist auch nach Meinung der Stadt eine Beleuchtung für die geschmückten Schaufenster. „Da suchen wir noch händeringend nach Sponsoren, da dies ja nicht ganz kostengünstig wäre”, sagt Stadtplanerin und Initiatorin Astrid Linn, die sichtlich erfreut war, dass nach langen Monaten Planung und Arbeit endlich wieder attraktives Leben in die Hertie-Schaufenster zieht.
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