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Elterncafé ist offen für alle im Quartier

09.03.2009 | 18:36 Uhr

Brambauer. (mw) Das Familienzentrum Brambauer-Ost bietet ab heute einmal im Monat ein offenes Elterncafé zu pädagogischen Themen an. Damit ist das Elternprogramm offiziell eröffnet. ...

Drei Häuser bieten unter einem organisatorischen Dach Angebote für alle Familien im Quartier. Ein Zugewinn, sagen Angelika Braun, Susanne Lüggert und Birgit Poschmann (v.l.). Die Kinder profitieren und unterstützen nach Kräften. (Foto: Ingo Neubold)

... Mutter-Kind-Kuren, die übrigens auch Vätern zugänglich sind, stehen diesmal im Vordergrund, ab 14 Uhr im Awo-Kindergarten Rappelkiste-Pfiffikus. Folge-Themen sind Sprachtherapie, bilinguale und interkulturelle Erziehung, Entwicklungsförderung und Wiedereinstieg für Frauen in den Beruf. Jede Einrichtung bringt ihre Schwerpunkte ein Wie alle Angebote des Familienzentrums, dem neben der Awo der DRK-Kindergarten Kinderplanet und die städtische Kindertageseinrichtung Mühlenbachstraße angehören, ist das Café offen für alle Eltern des Quartiers, nicht nur für die 260 Familien, die ihre Kinder in den Einrichtungen betreuen lassen.

Schon die enge Zusammenarbeit bei den Vorbereitungen seit Mai 2008 sei angenehm und konstruktiv gewesen, darin sind sich alle Beteiligten einig. Susanne Lüggert, Leiterin des Awo-Kindergartens, sagt: "Es gab durchaus schon Versuche von Eltern, uns gegeneinander auszuspielen. Das ist jetzt nicht mehr drin." Die Konstellation Awo, DRK und Stadt ist Neuland. Fachbereichsleiter Ludger Trepper, DRK-Geschäftsführer Gerd Knüpp und Awo-Betriebsleiterin Charlotte Dittmann betonen, sie hätten das Aufeinandertreffen verschiedener Blickwinkel als bereichernd erlebt.

Weniger Konkurrenz bedeutet Zugewinn für alle. Jede Einrichtung bringt Schwerpunkte und Besonderheiten ein, die nun allen hausübergreifend zugutekommen. Entspannungsexperte ist die Awo. Birgit Poschmann, Leiterin im Kinderplaneten beispielsweise, ist Fachfrau in Sachen Kinderschutz. Die insgesamt rund 31 Mitarbeiterinnen bilden sich in gemeinsamen Fortbildungen weiter, "alle finden´s positiv", sagt Lüggert. Aus Leitungssicht gilt: Der Zusammenschluss "entlastet und stärkt". Bedenken von Eltern, die Individualität der Einzel-Einrichtungen könne leiden, seien rasch zu zerstreuen, sagt Angelika Braun, Leiterin der Kita Mühlenbachstraße. "Wir setzen ein Signal: Es geht hier nicht mehr um irgendwelche Zuständigkeiten, sondern um Eltern und Kinder." Das gemeinsame Leitbild sieht vor, durch Stärkung der Erziehungskompetenz der Familien, durch bessere Bildung, "mehr Chancengleichheit für alle Kinder" zu erreichen.

Auf dem Weg dorthin gibt es Kooperationen, mit Multi-Kulti, RAA, VHS, Frauenbüro, Gesundheitsamt, usw., die große Bereitschaft zeigten. Braun: "Das Interesse an einer Belebung des Stadtteils ist groß." Jede Einrichtung hat längst morgens von 8 bis 9.30 Uhr ein offenes Elterncafé, es gibt Sprechstunden, Beratungen, Frühförderung, Kreativkurse, Feste und mehr.

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