Diese Liebe geht durch die Ohren
03.05.2010 | 18:00 Uhr 2010-05-03T18:00:00+0200
Lünen. Es ist das Geräusch. Dieses unverwechselbare Kribbeln, dieses Vibrieren. „Dieser schöne, kernige Boxerklang”, wie Heinz Thoy, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Luftgekühlten, es nennt. Bei Käfer-Freunden geht die Liebe durch die Ohren.
„Dieses Motorengeräusch ist für uns das, was die Harley für den Motorradfahrer ist”, sagt Heinz Thoy. Die volle Dröhnung gibt es beim 6. Lüner Käfertreffen am Sonntag, 13. Juni.
Ab 8 Uhr sind nicht nur diejenigen auf das ehemalige Parkplatzgelände der Zeche Victoria 1/2 eingeladen, die selbst einen Volkswagenklassiker besitzen, sondern alle, die mal Probelauschen und Käfergucken möchten. Zu sehen gibt es die Modelle getunt, original, 1200, 1300, 1302 oder 1303-Cabrio. Marco Sulimma, seit Jahren leidenschaftlicher Käfer-Fan, weiß, was die Gefährte so unwiderstehlich macht: „Käfer fahren ist noch Auto fahren. Ohne den ganzen technischen Schnickschnack. Da kann man noch alles selber machen.” Klar, dass beim Treffen der Erfahrungsaustausch ganz oben steht. „Benzingespräch” heißt das im Fachjargon.
Die 42 Mitglieder der Luftgekühlten bringen es derzeit allein auf 28 Fahrzeuge. Vor Ort sein werden aber auch Mitglieder aus befreundeten Clubs, aus Essen, Duisburg, Oelde, Warendorf. 350 Käfer werden erwartet. Mindestens. Außerdem der ein oder andere Trabbi. Denn das Treffen steht erstmals unter einem Motto: „Volkswagen Ost trifft Volkswagen West”. Entsprechend habe man auch Trabbi-Clubs eingeladen, sagt Thoy.
Weil selbst Autofans nicht nur von Luft und Liebe leben wollen, gibt es Frühstück, Getränke und Gegrilltes. Außerdem ein Programm, so bunt wie die gezeigten Gefährte. Geschicklichkeitsfahren wird angeboten, Kinderbelustigung, eine Tombola. Jeder, der mit seinem luftgekühlten VW auf das Gelände fährt, bekommt eine Teilnehmerurkunde. Zudem werden nachmittags Pokale verliehen.
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