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Brückenbau mit Kultur und Engagement

21.04.2008 | 17:49 Uhr

Brambauer. (IK/PiLi) Parallel zum verkaufsoffenen Sonntag feierte auch die Ulu-Moschee ein rauschendes Gemeindefest. Mit dabei: das Rote Kreuz, das in seinem Bus eine Blutspendeaktion anbot. ...

Auf der Bühne führten Folklore- und Musikgruppen abwechslungsreiches Kulturprogramm auf, während an verschiedenen Ständen präsentiert wurde, was es für Angebote im Umfeld von Moschee und Verein gibt. (Bild: Pollkläsener/Iris-Medien)

... "Damit wollen wir eine Brücke bauen zwischen unserer Religion und der Gesellschaft, in der wir leben", sagte Gültekin Erinola, Sekretär des Trägervereins. Denn der Koran würde lehren, dass man Not leidenden Menschen, gleich welcher Religion, Kultur oder Herkunft, helfe. "Und das wollen wir mit der Blutspendeaktion verdeutlichen". Zudem stünde im Koran: "...wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, soll es so sein, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten."

Bereits am Samstag schallte der Muezzinruf durchs Viertel, rief zum Mittagsgebet auf und läutete damit den Beginn des Festes ein - mit Übersetzung ins Deutsche. Zahlreiche Stände luden zum Stöbern, zur kreativen Betätigung oder zum Schmausen ein. Alle Hände voll hatten auch die Frauen zu tun, die türkische Köstlichkeiten zubereiteten und verkauften - Menschenschlangen warteten darauf, etwas von den Delikatessen zu probieren.

Ein Höhepunkt waren die professionellen Musik- und Tanzgruppen, die die Stimmung anheizten und zum Mittanzen animierten. So die "Karadeniz ekipi" - die "Schwarzmeerküsten-Gruppe", die Tänze aus dieser Region demonstrierte. "Auf Deutschland bezogen sagen wir immer, das sind unsere Ostfriesen", erklärte der Vorsitzende Yilmaz Tabagoklu lachend. Ein Folkloreteam vom Bildungszentrum Dortmund zeigte Tänze aus allen Regionen der Welt und mehrere Kinder glänzten als tanzende Derwische. Der Künstler Halil Gülel ließ Kinder mit Acrylfarben malen und ein Kalligraf zeigte verziertes Porzellan sowie Bilder und verzierte Pergamentpapier mit Namen.

Auf dem Vorplatz präsentierten die Mitarbeiter und Leiter der jeweiligen Kurse, die in der Moschee angeboten werden, ihre Angebote. So den "Saz"- (Gitarren) Unterricht, Turn- und Schwimmkurse für Frauen und Männer, Sprach- beziehungsweise Integrationskurse. "Wir versuchen, unsere Arbeit öffentlich zu machen. Unsere Moschee ist nicht nur eine Gebetsstätte, sondern sie erfüllt auch wichtige soziale Funktionen für Mitglieder und Gäste", sagte Tabagoklu.

Eine spannende kleine Exkursion für alle, denen die muslimische Religion fremd ist, bot der Gebetsraum. Jedes religiöse Symbol war hier mit Schildern versehen, auf denen ausführlich seine Bedeutung erläutert wurde.


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