Besucher flogen auf die Kirmes
16.05.2010 | 17:12 Uhr 2010-05-16T17:12:00+0200
Lünen. Kaffee und Kakao zählen im Allgemeinen nicht zu den Getränken, die Kirmesbesucher favorisieren. Doch bei dem Wetter, das der Mai in diesem Jahr auf Lager hat, verwundert es nicht, dass Heißgetränke auf der Himmelfahrtskirmes gefragter waren als Bier, Eis und Co.
Insgesamt zogen die Organisatoren gestern eine positive Bilanz. „Wenn man die Voraussetzungen betrachtet, die Witterung und die wirtschaftliche Lage, können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein”, resümierte der Sprecher der Schausteller, Hans Peter Ahrens. Besonders der Donnerstag sei ertragreich gewesen, so Mechthild Nolden vom Kulturbüro. „Gegen 17 Uhr war es brechend voll, sodass eine richtig schöne Kirmesatmosphäre aufkam.”
Auch am Freitag habe recht guter Publikumsverkehr geherrscht. „Dem Fußballspiel ist es wohl zu verdanken, dass es am Samstagnachmittag schlagartig leerer wurde”, so Ahrens.
Ein Höhepunkt war wie immer das rund zehnminütige Feuerwerk, welches in diesem Jahr das erste Mal am Lippedamm stattgefunden hatte. „Die Verlegung war eine gute Sache”, sagte Hans Peter Ahrens. „So herrschte nicht die Gefahr, dass die Besucher uns über die Brücke verloren gehen.” Die diesjährige Himmelfahrtskirmes spielte sich an rund 100 Ständen vom Theaterparkplatz, über den Pfarrer-Bremer-Parkplatz, entlang der Stadttor- und Marktstraße bis hin zum Willy-Brandt-Platz ab. Besonders die 15 Fahrgeschäfte wurden, laut Mario Kazmierczak vom Kulturbüro, gut angenommen.
Wie lange es die Lüner Himmelfahrtskirmes gibt, läßt sich fast schon nicht mehr zurückverfolgen. „Weit mehr als 60 Jahre bestimmt”, schätzte Kazmieczack. Die Traditionskirmes mache sich auch im weiteren Umfeld einen Namen, so Nolden. „Es haben mich im Voraus etliche Mailanfragen, selbst aus Orten wie Duisburg und Bielefeld, erreicht. Die Leute wollten wissen, wann's wieder losgeht. Es scheint sich also herumzusprechen, dass wir hier in Lünen etwas Besonders auf die Beine stellen wollen.”
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