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Ausbau frühestens ab 2013

18.01.2010 | 08:00 Uhr

Lünen. Frühestens im Jahr 2013 bzw. im Jahr 2014 ist mit dem vierspurigen Ausbau der Dortmunder Straße zu rechnen.

Das teilte gestern der Landesbetrieb Straßenbau.NRW mit. Grund: Die Planungen schreiten erheblich langsamer als erwartet voran. Ursprünglich sollte der Ausbau noch in diesem Jahr, unmittelbar nach Fertigstellung der beiden neuen Kanalbrücken an der B 54, beginnen.

Davon ist man heute weit entfernt. Nicht einmal der Beginn des Planfeststellungsverfahrens ist in greifbarer Nähe und wird noch Monate auf sich warten lassen. Christian Drescher, stellvertretender Leiter der Abteilung Planung bei der zuständigen Regionalniederlassung Südwestfalen rechnet frühestens Ende 2010 damit.

Das Planfeststellungsverfahren selbst wird weitere zwei bis drei Jahre dauern. Mindestens und sofern alles glatt läuft, wie Drescher erklärte. Womit er meint, falls es nicht zuviele Einwände im Rahmen der öffentlichen Beteiligung gibt. Dass es welche geben wird, damit sei bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung zu rechnen. Schließlich berühre der Ausbau die unterschiedlichsten Interessen wie Lärm-, Landschafts- und Wasserschutz. Dem Ausbau sollen auch Parzellen des Kleingartenvereins Buchenberg zum Opfer fallen, so KGV-Vorsitzender Hans Gurschinski.

Zurzeit stecken die Planungen aber noch im Vorentwurf. Und auch da musste Straßen.NRW als Baulasträger schon mehrere Male nachbessern. Zuletzt waren sich Untere Wasserschutzbehörde und Untere Landschaftsschutzbehörde beim Kreis Unna uneins über die Auswirkungen des vierspurigen Ausbaus auf den Hönninghauser Bach und welche Maßnahmen zu treffen seien. „Das hat uns überrascht”, erklärte Christian Drescher. Ende 2009 wurde dann ein Kompromiss erzielt. Der wird nun in den Entwuf eingearbeitet.

Noch im ersten Quartal 2010 soll der Entwurf dann beim Betriebssitz von Straßen.NRW in Gelsenkirchen vorgelegt werden. Dort wird er noch einmal umgehend geprüft und dann an den Bund zur Genehmigung weitergereicht. Das Einverständnis aus Berlin ist Voraussetzung fürs Planfeststellungsverfahren.

Die Dortmunder Straße soll zwischen B 236n und Kupferstraße ausgebaut werden. Kosten: 8,6 Millionen Euro. Davon 600 000 Euro für den Erwerb von Liegenschaften.

Andreas Gruber

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