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Antrag für Trauerhallen-Anbau wird in Kürze gestellt

15.03.2010 | 19:00 Uhr

Niederaden. Seit etwa 20 Jahren macht man sich in Niederadener für eine Erweiterung der viel zu kleinen Trauerhalle stark – seit langem kämpft, wirbt und sammelt der Förderverein für einen Anbau an dem bestehenden Gebäude.

In Kürze soll der Bauantrag nun bei der Lüner Stadtverwaltung eingereicht werden, kündigte die Vereins-Vorsitzende Brigitte Weinhold im Anschluss an die Jahreshauptversammlung an. Angesichts des langen und steinigen Weges zu einer Realisierung des Bauprojektes wolle man allen Unterstützern signalisieren, dass der Verein „nicht schläft”.

50 Quadratmeter Fläche – Platz für 45 Personen

Denn trotz aller Fortschritte steht fest: Noch immer sind Schwierigkeiten zu bewältigen, in erster Linie finanzieller Natur. Insgesamt 90 000 Euro würden nach Angaben von Brigitte Weinhold benötigt, um das lang ersehnte Bauwerk zu errichten – geplant ist ein etwa 50 Quadratmeter großer Anbau an der südlichen Seite der derzeit bestehenden Trauerhalle auf dem Niederadener Kommunalfriedhof. Nach Durchbruch der dann zwischen den Gebäudeteilen liegenden Wand sollen in dem entstehenden Gesamtbereich bis zu 45 Personen Platz finden. „Die jetzige Trauerhalle ist so groß, dass der Sarg hineinpasst und vielleicht noch drei Angehörige”, sagt Weinhold – ein nach Ansicht des Fördervereins unhaltbarer Zustand.

Momentan verfüge der Verein über ein Gesamtvermögen von fast 19 000 Euro – Spendenaktionen, Mitgliedsbeiträge oder Angehörige, die bei Beerdigungen auf Blumen oder Kränze verzichteten, hätten den Kassenstand nach und nach ansteigen lassen. „Bis zu den benötigten 90 000 Euro ist es natürlich noch eine ganze Ecke”, sagt Weinhold, „aber wir sammeln kräftig.” Damit der Fortschritt in Zukunft auch sichtbar ist, will der Förderverein am Friedhof ein „Fortschrittsthermometer” anbringen lassen – ein entsprechender Entwurf sei bereits abgesegnet worden.

Auf Unterstützung der Stadt hofft Weinhold unterdessen nicht: Angesichts der derzeitigen Haushaltssituation sei ein Vor- bzw. Zuschuss „nicht zu erwarten”. Dass man bereits seit etwa zwei Jahrzehnten um den Anbau kämpfen müsse, führt die Vorsitzende auf die Tatsache zurück, dass die Zahl der Beerdigungen auf dem Kommunalfriedhof eher gering sein – im vergangenen Jahr sei die Trauerhalle 20 Mal bei einem derartigen Anlass genutzt worden. Dann aber, so Weinhold, „kommen immer sehr viele Menschen zusammen” – in Niederaden stehen sie häufig im Regen.

Bei der Jahreshauptversammlung wurden Manfred Sander und Dieter Kaufmann zu Kassenprüfern gewählt.

Philip Ritter

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