Forum für Nischensucher und Problemlöser
10.03.2010 | 04:00 Uhr 2010-03-10T04:00:00+0100
Lüdenscheid / Märkischer Kreis. Die Zahl der Arbeitslosen wird weiter ansteigen. 253 Unternehmen im Kreis meldeten 2009 Insolvenz an – 2,8 Prozent meldeten 2009 Insolvenz an. Strategiecentrum Südwestfalen – der Name legt nahe, dass es hier Rezepte für eine bessere Zukunft gibt.
Lüdenscheid / Märkischer Kreis. Die Zahl der Arbeitslosen wird weiter ansteigen. Spätestens mit Auslaufen der Kurzarbeit werde die Wirtschaftskrise auf dem Arbeitsmarkt voll durchschlagen, prognostizieren Arbeitsagentur und Arge MK. 253 Unternehmen im Kreis meldeten 2009 Insolvenz an – 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Strategiecentrum Südwestfalen – der Name einer Lüdenscheider Einrichtung legt nahe, dass es hier Rezepte für eine bessere Zukunft gibt.
Auf welche Branchen beziehen sich die Aktivitäten?
„Wir sprechen Unternehmer, Freiberufler und Einzelunternehmer an”, erklärt Jens Schlüter, Regionalleiter des Strategieforums e.V.: „Das kann der Inhaber eines Blumenladens sein, der mittelständische Unternehmer der der Handwerker.”
Können Sie Strategien nennen, die bereits umgesetzt wurden?
Statt sich auf eine Banche zu beschränken, legen Schlüter und seine Kollegin Dr. Angelika Kolb-Telieps den Fokus auf eine Strategie: „Das Forum ist mit der Engpasskonzentrierten Strategie (EKS) nach Prof. Wolfgang Mewes gewachsen.”
„Zu wenig Aufträge” sei meist das Problem der Klienten, so Schlüter. Manchmal sei die Zielgruppe falsch gewählt. Wenn Produkt und Zielgruppe nicht richtig zusammenpassen, funktioniere die Positionierung am Markt eben nicht. Dabei legt der 47-Jährige die Latte hoch. „Wer nicht automatisch neue Kunden gewinnt, ist falsch positioniert”, zitiert er den Publizisten Peter Sawtschenko. Viele Gewerbetreibende machten sich gar keine Gedanken über die Probleme ihrer Kunden. „Entweder man löst diese Probleme oder das Unternehmen gerät in die Krise”, sagt Schlüter. Musterbeispiele für die erfolgreiche Anwendung der EKS seien alle Firmen, die hoch spezialisiert am Markt seien – wie die Schraubenfabrik Schriever und Erco-Leuchten in Lüdenscheid.
An welchen Stellschrauben müsste die Politik drehen, um günstigere Rahmenbedingungen zu schaffen?
Schlüter bleibt bei seiner Strategie: „Die Politik kann nicht viel tun. Es reicht aber auch nicht, einfach abzuwarten.” Die Regionale sei ein Ansatz, so Kolb-Telieps. In Lüdenscheid soll die Denkfabrik einiges in Bewegung bringen.
Mit ihren Aktivitäten im Strategiecentrum bringen der Grafik-Designer Jens Schlüter und die Unternehmensberaterin Angelika Kolb-Telieps die Strategie übrigens selbst auf den Punkt: Sie organisieren Seminare, die die Teilnehmer auf den Geschmack bringen. Wer mehr wissen will, bekommt es in den Unternehmen der oft renommierten Referenten – oder eben der Betreiber des Strategiecentrums.
Genauer Zielen
- Die Engpasskonzentrierte Strategie wurde 1970 von Prof. Wolfgang Mewes entwickelt.
- Mewes: „Höchste Wirkung erzielt man durch genaueres Zielen auf den jeweils wirkungsvollsten Punkt...Das hat schon David an Goliath bewiesen.”
- Infos: www.wolfgangmewes.de oder www.strategiecentrum.com
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