Christliche Schulen im Trend
16.02.2010 | 20:55 Uhr 2010-02-16T20:55:00+0100Lüdenscheid. Trotz sinkender Schülerzahlen erfreuen sich die beiden weiterführenden Freien Christlichen Schulen in Lüdenscheid ungebrochener Attraktivität. Sowohl die Haupt- als auch die Realschule melden nach Abschluss der Anmeldungen für das Schuljahr 2010/2011 „volle Klassen”.
Mit jeweils 28 Kindern in zwei Eingangsklassen geht die Freie Christliche Realschule am Schäferland nach den Sommerferien an den Start. „Wir sind sehr froh, dass wir die Klassen voll bekommen haben”, sagte Schulleiter Rainer Brecht im Gespräch mit der WR. Die Nachfrage habe sogar die Aufnahmekapazität leicht überschritten, „ganz wenige Kinder” hätten keinen Platz gefunden. Eine Aufstockung der zweizügigen Realschule, in der ein 20-köpfiges Lehrerkollegium 350 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, sei aber schon aus Platzgründen nicht möglich.
Linke im Rat will zweite Gesamtschule
Die Konfession der Kinder spiele beim Anmeldeverfahren keine Rolle, sagte Brecht. Allerdings seien die Schülerinnen und Schüler verpflichtet, am evangelischen Religionsunterricht teilzunehmen, der als zweistündiges Nebenfach auf dem Stundenplan steht. Außerdem beginne jeder Schultag mit einer kurzen Andacht in der ersten Stunde. Erst danach geht es in den Fachunterricht.
Die ebenfalls am Baukloh angesiedelte Freie Christliche Hauptschule hat bei den Anmeldungen auch ihr Klassenziel locker erreicht. Die Eingangsklasse fürs neue Schuljahr sei mit 25 Schülerinnen und Schülern voll, sagte Schulleiter Wolfgang Mattstedt, der sich über eine „gute Mischung” freuen konnte. 35 Kinder hatten beim Anmeldeverfahren einen Platz gesucht.
An der Städtischen Adolf-Reichwein-Gesamtschule ist das Anmeldeverfahren – trotz des seit zwei Wochen ausgefallenen Schulservers – inzwischen abgeschlossen. Die Eltern der 233 angemeldeten Kinder seien Ende letzter Woche per Post über die im Losverfahren entschiedene Aufnahme oder Ablehnung informiert worden. Bekanntlich nimmt die Gesamtschule am Eulenweg für das neue Schuljahr 156 Kinder in sechs Klassen auf.
Dass dort „77 Kinder nicht zu ihrem Recht kommen”, hat die Linke im Rat der Stadt unterdessen als inakzeptabel kritisiert. In einem Antrag an den Bürgermeister fordert Linken-Ratsherr Yasin Kut „Planungen und haushaltsrechtliche Maßnahmen für die Gründung einer zweiten Gesamtschule in Lüdenscheid”.
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