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Breiter Konsens im Rat

Stadt will 29 Stellen einsparen

18.03.2010 | 15:20 Uhr
Stadt will 29 Stellen einsparen

Kamen. 29 Stellen will die Stadtverwaltung in den Folgejahren einsparen. Für diesen Stellenplan gab es in der letzten Ratssitzung anders als für Haushalt und Haushaltskonsolidierung eine breite Mehrheit.

Die Linke lehnte das Papier ab: Ausbildungszurückhaltung der Stadt sei eine Schande, so Gabriele Lenkenhoff.

Michael Krause für die SPD und Reinhard Hasler für die CDU hatten die Personalplanung der Stadt zuvor positiv bewertet. Sie betonten wie auch die Grünen, dass damit schmerzhafte Arbeitsverdichtung verbunden sei. Seit 1995 seien bereits rund 20 Prozent der städtischen Stellen abgebaut worden, erinnerte Michael Krause. Er bedauerte wie auch Reinhard Hasler, dass zugleich weitere Projekte mit arge-Förderung auslaufen für Ordnungskräfte oder Garten- und Tiefbauhelfer. Sollten sich hier neue Möglichkeiten eröffnen, werde die SPD das unterstützen.

Auch die CDU bedauerte das Auslaufen des Einsatzes von Hilfskräften und „Blauen Sheriffs”. Der Stellenplan sei Spiegelbild der finanziellen Situation. Wichtig sei gerade bei dieser Arbeitsverdichtung, Geld für die Qualifizierung der Mitarbeiter auszugeben. Klaus-Bernhard Kühnapfel sah für die Grünen ebenfalls keine Alternative zu weiterem Personalbau. Man müsse jedoch prüfen, wo bei der Arbeitsverdichtung Grenzen erreicht seien.

Die CDU lobte verbleibende Ausbildungsbemühungen der Stadt, die SPD schätzte sie als akzeptabel ein, auch wenn man sich mehr wünsche. Es mache aber bei verwaltungsspezifischen Berufen keinen Sinn, über den Bedarf hinaus auszubilden.

Die Linke dagegen griff das Rathaus für seine Haltung hier an. Arbeitsverdichtung bedeute nichtsanderes, als das noch weniger Menschen in der Verwaltung arbeiteten. Bei der Ausbildung aber bleibe das Rathaus weit hinter den für die Wirtschaft geforderten Ausbildungsquoten zurück, so Gabriele Lenkenhoff: „Diese Ausbildungsquote ist eine Schande”. Die Linke lehnte daher den Stellenplan der Verwaltung ab.

Klaus-Peter Wolter

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