Realschule fördert Fremdsprachen
07.10.2009 | 17:19 Uhr 2009-10-07T17:19:00+0200
Kamen. Dass die Fridtjof-Nansen-Realschule bei den Fremdsprachen sehr engagiert ist, zeigte sich gestern gleich im doppelten Sinne: 112 Schüler bekamen ein Sprachzertifikat Englisch verliehen, und eine Lektorin war eingeladen, fürs Französische zu werben.
Das Sprachzertifikat der renommierten englischen Universität Cambridge nahmen Schüler der Klassen 7 und 9 in der Studiobühne entgegen. Auch viele, die im Sommer die 10. Klasse abschlossen, haben das Zertifikat erlangt.
Im letzten Halbjahr hatten die Schüler, damals noch Jahrgang 6, 8 und 10, für die mündliche und schriftliche Englischprüfung gebüffelt – nachmittags. Für diese Mühen gab es ein dickes Lob von Gerd Dahlbüdding vom Dortmunder Bildungs-Unternehmen DBS Training & Consulting. Er gratulierte den 112 Kindern und Jugendlichen im Namen der Universität Cambridge.
„Über 100 Schulen in NRW nehmen teil”, sagte Dahlbüdding, „aber an keiner machen mehr Schüler mit als an der Fridtjof-Nansen-Realschule.” Zudem bemerkte er, die Englischlehrer hätten eine gute Vorbereitung ermöglicht.
Einer dieser Lehrer ist Robert Overbeck. Er organisiert die Zusammenarbeit mit Dahlbüdding. Die Kooperation klappe gut, sagte Overbeck. Und auch er lobt das Engagement der Mädchen und Jungen. „Die Arbeitgeber schätzen das Cambridge-Zertifikat”, sagt der Pädagoge, „deshalb machen wir die Kinder heiß darauf.” Die Schule wiederum ermögliche, dass Fachlehrer die Kinder nachmittags auf die Prüfungen vorbereiten könnten.
Zum mittlerweile fünften Mal gab es die begehrten Zertifikate. Die Schülerinnen der Klasse 7b, Michelle Henkel, Deborah Nitsch und Lisa Wortmann, erreichten 15 von 15 und Jan Müsing, Klasse 9a, 97 von 100 Punkten.
Dass auch die französische Sprache an der Realschule viel und gern gelernt wird, ist ein Anliegen von Lehrerin Sylvie Gauthey. Sie hatte das France Mobil an die Gutenbergstraße eingeladen. Eine Lektorin aus Frankreich, Julie Corouge, warb gestern bei den Sechstklässlern mit Spielen und Aktivitäten, wie z.B. Galgenraten, für ihre Sprache und Kultur. „Französisch lernen ist gar nicht so schwer”, ist ihr Credo.
Da stimmt ihr Lehrerin Gauthey zu und sagt außerdem: „Französisch ist die wichtigste Fremdsprache für die Deutschen. Denn Frankteich ist der größte Handelspartner.” In der 6. Klasse sei Französisch für Realschüler verpflichtend. Damit sie es zu Beginn der 7. Klasse nicht abwählen, wolle sie für ihre Muttersprache werben. Zurzeit mache einer von drei Schülern mit Französisch weiter.
Das France Mobil war zum zweiten Mal an der Realschule. Das Programm ist eine Initiative der Kulturabteilung der französischen Botschaft und der Robert-Bosch-Stiftung. Im Land Nordrhein-Westfalen sind zwei Mobile unterwegs. Sie fahren auch andere Schulformen und Kindergärten an.
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