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Vermisstenmeldung

Bönener nach zwei Wochen tot aufgefunden

10.03.2010 | 19:09 Uhr

Kamen. Der seit zwei Wochen vermisste Bönener ist am Mittwochnachmittag tot aus der Seseke geborgen worden. Zwei Mitarbeiter einer Renaturierungs-Firma entdeckten auf einer Kontrollfahrt die Leiche des 48-Jährigen und den Kadaver seines Hundes in Höhe der Sportanlagen im Hemsack.

Um 15.39 Uhr war die Freiwillige Feuerwehr alarmiert worden. Auch die Polizei rückte an und nahm ihre Ermittlungen auf. Zunächst ging man davon aus, jemand sei gerade eben in Kamen in die Seseke gefallen. Auch ein Rettungshubschrauber wurde herangezogen.

Vor Ort stellte sich heraus, dass die Person im Wasser bereits seit längerem tot war. Mit einer Schleifkorbtrage wurden nacheinander die Leiche des Mannes und der Körper des Labradors aus dem etwas mehr als kniehohen Wasser geborgen. Sie hatten sich im Gestrüpp verfangen.

Bergung einer Leiche an der Seseke, Wilhelm Bläser-Straße. (Foto: Dietmar Wäsche)

Der tot aufgefundene Bönener wurde seit dem Abend des 22. Februar vermisst. Der Familienvater war mit dem Auto in die Kleystraße in Bramey-Lenningsen gefahren und dort vermutlich wie gewöhnlich zu einem Spaziergang mit Hund an der Seseke aufgebrochen. Am Morgen des 23. Februar begann die Polizei zu suchen. Rund 50 Helfer und 25 Flächen-Suchhunde waren auf Wiesen- und Waldflächen im Einsatz. Einen Tag später wurde ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt. Mit ihm suchte die Polizei Freiflächen sowie das Seseke-Ufer ab.

Bergung einer Leiche an der Seseke, Wilhelm Bläser-Straße. Die Taucher bereiten sich auf ihren Einsatz vor. (Foto: Dietmar Wäsche)

Vor wenigen Tagen war die Suche offiziell eingestellt worden, weil man inzwischen die Hoffnung auf das Überleben des vermissten Böneners aufgegeben hatte. Die Männer, die den Ertrunkenen fanden, hatten die Kontrollfahrt an der Seseke unternommen, weil im Laufe der Renaturierung die Firma gewechselt hatte. Durch die Renaturierung soll die Seseke auch sicherer werden. Die Betonwände verschwinden – sie sind gefährlich, da sie dem, der in den Fluss fällt, kaum Halt bieten.

Katja Reich

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