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Musical-Höhepunkte im Parktheater

Großartiges Ensemble begeisterte das Publikum

29.11.2009 | 18:25 Uhr
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Großartiges Ensemble begeisterte das Publikum

Eine Reise in die Welt der Schönen und der Biester, von Evita und Aida sowie der Katzen und der Löwen unternahm das Publikum im Parktheater am Freitagabend.

Die Hits der weltgrößten Musicals, dazu sechs exzellente Sänger und eine ebenso große Profiband: Beste Abendunterhaltung garantierte die „Set Musical Company” mit ihrem Gastspiel im vergleichsweise mäßig besuchten Iserlohner Parktheater.

Was die Anwesenden erlebten, war ein Feuerwerk der Musicaltitel. Die gefragtesten Sänger der Szene gaben einen Einblick in die größten Erfolge von „Aida” und „Dirty Dancing” über „König der Löwen” und „Annie get your gun” bis hin zu „Cats” und „Elisabeth”. Bandleader Axel Törber hatte am Schlagzeug nicht nur seine Musiker bestens im Griff, sondern schlüpfte zwischendurch auch immer wieder in die Rolle des Moderators, der die folgenden Titel sachlich-informativ ankündigte. So entwickelte sich der Abend ganz nebenbei zusätzlich zur „Musical-Schnupperstunde”. Törber entführte das Publikum auf das „Show Boat”, das 1927 mit dem späteren Evergreen „Old Man River” in See stach. Zwischenstopps gab es in den 50er-Jahren mit Dean Martins „That's amore”, im Jahre '68 bei „Cabaret”, Mitte der 80-er beim „Starlight Express” sowie 1996 beim ersten deutschsprachigen Musical „Elisabeth”. Auch neueste Produktionen wie „Der Schuh des Manitu”, „Wicked” oder „Billy Elliott” fehlten nicht im dreistündigen Programm.

Daraus einen Höhepunkt auszumachen, fällt schwer: Alle Sängerinnen und Sänger brachten ihre ganz unterschiedlichen Stimmen und Ausdrucksmöglichkeiten hervorragend zur Geltung. Das honorierte das Publikum am Ende mit stehenden Ovationen, forderte Zugaben und wollte die Künstler nicht von der Bühne gehen lassen. Doch nach einem vom ganzen Saal gesungenen „Ich war noch niemals in New York” war tatsächlich Schluss.

Einziger Wermutstropfen des ansonsten ebenso gelungenen wie temporeichen Abends waren die Kostüme: Bei „Hakuna Matata” aus „Der König der Löwen” beispielsweise trugen die Darsteller mit Ohren und Nasen versehene Haarreifen. „Das sah aus wie beim Kindergeburtstag”, monierte eine Zuschauerin. Vielen hätte ein Auftritt der Künstler in Abendgarderobe ausgereicht.

Jennifer Katz

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