Neonazis feiern Haftentlassung ihres Kameraden in Hengsen
15.02.2009 | 16:37 Uhr 2009-02-15T16:37:27+0100Holzwickede. ...
... (peg) Etwa 50 Neonazis aus dem Umfeld der ehemaligen "Borussenfront" , des "Nationalen Widerstands Dortmund" und der "Autonomen Nationalisten" haben sich nach Informationen unserer Zeitung am Freitagabend im ehemaligen Fliegerheim auf dem Truppenübungsplatz in Hengsen getroffen, das auch als Clubhaus des Motorradclubs Diablos dient.
Anlass der Veranstaltung, die als private Feier ausgegeben wurde, soll die Entlassung eines Dortmunder Neonazis aus dem Gefängnis gewesen sein, der wegen Körperverletzungsdelikten eine Haftstrafe abgesessen hatte. Bei ihm soll es sich um den Sohn des bekennenden Dortmunder Neonazis Erich Dombrowski handeln, der gemeinsam mit dem als "SS-Siggi" bekannten Siegfried Borchardt in der bundesweit bekannten "Borussenfront" und in der neonazistischen "Kameradschaft Dortmund" aktiv war.
Organisiert haben sollen das Treffen Mitglieder der Dortmunder Hooligan-Truppe "Northside". Wie wir in unserer Dortmunder Ausgabe berichteten, haben Northside-Mitglieder kürzlich erst gemeinsam mit Neonazis des "Nationalen Widerstands Dortmund" in einer städtischen Turnhalle in Dortmund Kampfsport trainiert.
Das Neonazis-Treffen in Hengsen bekam am Freitagabend eine zusätzliche Brisanz, weil zeitgleich eine Veranstaltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus unter dem Titel "Howi bleibt bunt" im Schulzentrum stattfand. Gut 400 Jugendliche und Erwachsene feierten dort friedlich und protestierten gegen die zunehmenden neonazistischen Aktivitäten in Holzwickede und Umgebung.
Polizei und Staatschutz hatten erst wenige Stunden vorher durch einen Hinweis unserer Zeitung von dem Treffen im Fliegerheim Hengsen Kenntnis erlangt. Landrat Michael Makiolla und auch Bürgermeister Jenz Rother setzten sich daraufhin persönlich für die Einleitung von polizeilichen Maßnahmen ein und veranlassten auch eine Überprüfung vor Ort durch Polizei und Ordnungsamt. Dabei wurden die Personalien der etwa 50 angetroffenen Personen festgestellt. Außerdem muss die Vermieterin mit einer Anzeige rechnen wegen des Verstoßes gegen verschiedene bauordnungsrechtliche Vorschriften, da Veranstaltungen mit derart vielen Personen in den dafür ungeeigneten Räumlichkeiten des Fliegerheims nicht zulässig sind.
Nach Angaben der Polizei fanden "Howi bleibt bunt" und der Neonazi-Treff in Hengsen nur zufällig zeitgleich statt.
16:06
Ach Boys, ich erklärs Euch mal...
Also: Wer an besagtem Freitag in Holzwickede war oder gar dort lebt, dürfte sich doch wohl durchaus gefragt haben, warum so exorbitant viele Mannschaftswagen der Polizei unterwegs waren, oder? An der Veranstaltung in der Schule allein kanns ja wohl nicht gelegen haben. Denn ohne die persönlichen Drohungen, die im Vorfeld einige der Organisatoren von den autonomen Rechten bekommen hatten, wäre nicht ein einziger Streifenwagen notwendig gewesen. (Hier bitte Tatsachen verdrehen, liebe Rechte!!!) Da ist es meines Erachtens schon recht interessant zu wissen, wir nennen es mal eine Nachricht, dass sich etwa drei Kilometer vom Schulzentrum entfernt ein Haufen der übelsten Verbrecher des Ballungsraums Dortmund (rein zufällig am selben Tag natürlich) getroffen hat, um (bezeichnender Weise) die Haftentlassung eines Fascho-Schlägers zu feiern (na wenn das mal kein Fest ist). Die Brisanz dieser Situation brauche ich ja wohl nicht weiter zu erklären.
Was nun das Argument mit der Privatfeier angeht: Klar ist das zunächst mal eine private Veranstaltung. Doch wenn sich so viele schwerstkriminelle Menschen irgendwo zusammenrotten, die allesamt aus denselben Gründen vom Staatsschutz überwacht werden, dann muss man sich wohl nicht wundern, wenn man spontan mal außer der Reihe Besuch bekommt. Denn: Wegen nix landet man nicht im Visier des Staatsschutzes, da muss man sich schon richtig Mühe geben, immer und immer wieder kriminell zu Werke zu gehen.
Und was die restlichen Bedenken angeht, die Du als besorgter Bürger natürlich vollkommen zurecht erwähnt hast: Mach Dir da mal keine Sorgen: Die Brötchen-Konzession war vorhanden und die Damen am Wasserverkauf hatten alle das Neuschwimmer-Abzeichen, die 450 Besucher waren auch nicht zu ein und derselben Zeit da, sondern über den ganzen Abend verteilt und den Rest erfragst Du am besten beim Ordnungsamt. Oder besser: Bewirb Dich da doch gleich - Pedanten wie Dich haben sie da nämlich noch nicht. Und ein letztes Wort richtet sich schlussendlich am F.S., was wahrscheinlich für Fetter Sack steht: Ich erklär Dir mal kurz, was lächerlich ist: Lächerlich ist, eine komplette Gemeinde mit Aufklebern zuzupflastern, Gebäude zu versiffen und Menschen zu bedrohen - und dann noch zu glauben, man sei irgendwie politisch aktiv und würde Gott weiß was für positive Zeichen setzen, die dann von der Bevölkerung auch noch als solche aufgefasst werden. Holzweg, Jungs, absoluter Holzweg, und zwar in Form einer Sackgasse.
Und denjenigen, die in Holzwickede dafür zuständig sind, wünsche ich noch nicht einmal Schläge oder so was, schließlich handelt es sich um halbe Kinder, die sich vorerst leider nur mit den falschen Ideologien identifizieren können. Aber oftmals besteht auch noch Hoffnung auf die Einsicht, dass die Welt nicht nur aus Schwarz-Weiß-Denken besteht. Und das in doppelter Hinsicht, und das ist ein vollkommen neuer Gedanke für Euch Rechte: Jemand, der nicht rechts ist, muss nicht zwangsläufig eine, wie ihr es formulieren würdet, linke Zecke sein. Es gibt sehr viel Patz zwischen ganz rechts und ganz links.
15:08
@3. Dann begründe das doch mal inhaltlich Du Hohlbirne.
14:47
#1+#2
Brett vorm Kopp.
18:48
zu mal es sich um eine privat veranstaltung handelt nicht öffentlich..... darf ich also zuhause auch nur nach begehung durch das ordnungsamt eine party geben????
ein polizei aufgebot und ordnungsamt einsatz für nichts...... steuergelder als grill anzünder währen sinnvoller.....
oh ha öffentliche kritik an der berichterstattung und an den lächerlichen aktionen.... das der kommentar noch nicht gelöscht wurde...... wow
16:57
Das sowas Wichtiges in ihrer Zeitung berichtet wird, lässt mensch ernsthaft am allgemeinen Verstand zweifeln.
Und erst die Begründungen: Da ist die Flieger-Kneipe auf einmal für sagenhafte 50 Personen baurechtlich nicht geeignet?
Was ist denn mit dem Gymnasium? 400 Personen -allgemeine baurechtliche Genehmigung als Versammlungsstätte? Oder nur Schule? Ausserschulische Versammlungen im Brandschutzkonzept und in der Baugenehmigung berücksichtigt?Schankerlaubnis vorhanden und Hygienevorschriften eingehalten? GEMA-Gebühren entrichtet?
Die Lächerlichkeit, der sich hier die WR aussetzt, ist eindeutig und so kann eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Rechten nicht geführt werden. Der Schuss geht doch erkennbar nach hinten los ......