Nils Landgren, Memo Gonzales und Orange but Green auf Schloss Hohenlimburg
06.03.2009 | 18:30 Uhr 2009-03-06T18:30:00+0100
Hohenlimburg. Es braut sich etwas zusammen auf den Hügeln über Hohenlimburg: Ein musikalisches Gemisch aus Jazz, Blues, Reggae und Rock wird an vier Konzertabenden in und am Schloss erklingen. Den Anfang macht der gleichsam schwergewichtige wie mitreißende Memo Gonzales mit seinen Bluescasters.
Programm & Bewerbungen
- 22. Mai: Memo Gonzales. Der Mann aus Dallas bringt „300 Pounds of Texas Dynamite” nach Hohenlimburg und wer das amerikanische Schwergewicht einmal live erlebt hat weiß, dass das keine Übertreibung ist.
- 30. Mai: Electric Jazzheads, Nild Landgren: Der Musiker und begnadete Posaunist ist etwa gerngesehener Gast in Montreux.
- 12. Juni: Roots Gaia, Sebastian Sturm und Jin Jin. Sturm sicherte sich bereits durch sein Debütalbum „This is nice” seinen Platz in der ersten Garde der Reggae-Künstler.
- 13. Juni: Pornflakes und Orange but Green: Die Drei steuerten Songs zum Soundtrack der Peter-Thorwarth-Trilogie bei und überzeugten im Vorprogramm von Bad Religion oder Bullet for my Valentine.
- Bewerbungen als Vorband für den Blues- und Jazzabend nimmt Bernd Graf, 02371/153848, graf-allelein@t-online.de, entgegen.
Das Schlossgartenfest gehört in seiner bekannten Form der Vergangenheit an. An seine Stelle tritt eine Musikkulturreihe, die bei der ersten Auflage mit Hochkarätern punktet. Für die Organisation hat sich Schlossmanagerin Julia Dettmann Bernd Graf als musikalischen Verantwortlichen ins Boot geholt, ehemaliger Leiter des Henkelmanns und „Jazz an den Kirchen”. „Es werden pro Abend drei Bands auftreten, darunter eine aus Hagen oder Hohenlimburg. Uns ist es sehr wichtig, Künstlern aus der Region eine Plattform zu bieten”, so Graf. Den Anfang macht ein Blueskonzert im Schlosshof am 22. Mai mit Memo Gonzales als Hauptakteur. Am 30. Mai kommt die „Championsleague des Jazz”, wie es Graf formuliert, in Person des schwedischen Posaunisten Nils Landgren.
Nach den beiden Abenden im Schlosshof, folgt ein Festival im Garten mit Blick über die Stadt: Am Wochenende des 12. und 13. Juni präsentiert sich das Schloss musikalisch den jüngeren Musikarten gegenüber aufgeschlossen. Freitagabend steht im Zeichen von Reggae, Weltmusik und Hip Hop mit Sebastian Sturm als Hauptakteur. Am Samstag erklingt Rockmusik. Über den Topact des Rockabends am 13. Juni bewahren die Organisatoren, die mit Klaus-Peter Hornung als technischem Leiter zum Trio werden, noch Stillschweigen.
Doch auch die Vorgruppen haben es in sich: Mit Orange but Green steht eine junge Band mit jedoch beachtlicher Karriere auf der Bühne. Finanziell üben die Veranstalter den Spagat zwischen den Geldbeuteln der Jugend und den eigenen Ausgaben: „Wir möchten gerade das Festival im Juni für die Jugend bezahlbar anbieten”, so Graf. „Doch wir müssen auch die Kosten decken”, so Dettmann. Daher werden die Tickets für die Juni-Konzerte und Memo Gonzales wahrscheinlich für unter 20 Euro zu haben sein. Die Jazz-Karten werden etwas teuerer. Doch ohne Sponsoren ist so eine Musikreihe nicht zu stemmen. Als Geldgeber konnte die Iserlohner Brauerei gewonnen werden. Weitere Sponsoren werden gesucht. Gesucht werden auch noch Bands aus Hagen und Hohenlimburg, die im Vorprogramm der Jazz- und Bluesabende auftreten möchten (siehe Box). Einzige Voraussetzung: „Gut müssen sie sein.”
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