Das aktuelle Wetter Hohenlimburg 14°C
Hohenlimburg

Firmenjubiläum: Für den Uhrmachermeister Harald Weißgerber bleibt die Zeit nie stehen

31.05.2012 | 13:04 Uhr
Firmenjubiläum: Für den Uhrmachermeister Harald Weißgerber bleibt die Zeit nie stehen
Der Uhrmachermeister Harald Weißgerber in seinem Element: Mit ruhiger Hand widmet er sich einer 200 Jahre alten Taschenuhr. Rund ein Drittel des zum Verkauf stehenden Schmucks sind Uhren.

Hohenlimburg. Unaufhörlich tickt das Innenleben der Taschenuhr in den Händen von Harald Weißgerber. Die winzigen Zahnräder greifen sauber ineinander und erwecken das Schmuckstück zum Leben. Zum 60-jährigen Geschäftsjubiläum spricht der Uhrmachermeister über den rasanten Wandel der Schmuckwelt.

Seit 1952 steht das Juweliergeschäft „Weißgerber“ für höchste Qualität unterm Schlossberg. „Mein Vater Erich hat das Geschäft damals im ,Gässchen’ eröffnet, zog dann zur Stennertstraße und etablierte sich zu Anfang der 70er Jahre an der Preinstraße. 1988 habe ich das Geschäft übernommen und es im Laufe der Zeit aus- und umgebaut“, erinnert sich Harald Weißgerber (50), der sich zusammen mit seiner Frau Cornelia (48) der Welt des Schmucks verschrieben hat.

Dabei gehen die Interessen durchaus auseinander.

„Ich bin Uhrmachermeister, gelernter Goldschmied und habe einige Kenntnisse auf dem Gebiet der Edelsteine. Meine Frau hingegen ist Juwelierin, was sich dann sehr gut ergänzt“, lacht Weißgerber, dessen Leidenschaft jedoch eher im Bereich der Uhren angesiedelt ist.

Rund ein Drittel des ausgestellten Schmucks sind Uhren. Auch wenn die Digitaltechnik auf dem Markt Einzug gehalten hat, so sind mechanische Uhren noch immer stark im Trend und werden es, wie es die Vielzahl an Chronographen im Schaufenster zeigt, auch bleiben.

Nicht nur bei den Uhren, sondern auch beim Schmuck hat sich in den letzten 60 Jahren viel verändert.

„Früher kaufte man Schmuck auf Grund seiner Wertigkeit. Heute ist Schmuck ein Alltags-Accessoire, was vor allem aus modischen Aspekten erworben wird“, erklärt der fachkundige Geschäftsinhaber, der stets gespannt ist, welche neuen Modetrends auf den Markt kommen.

„Farblich gesehen wechseln sich gold- oder silberfarbene Schmuckstücke immer wieder ab. Was zur Zeit besonders im Trend liegt, sind Sammelschmuckanbieter“, verrät Weißgerber. Dabei handelt es sich zum Beispiel um ein Armband, das durch Anhänger stetig verändert werden kann.

„Schmuck muss heutzutage nicht mehr extrem teuer sein. Es geht viel mehr darum, dass man Schmuck kauft, der zur eigenen Persönlichkeit passt, also aus modischen Gesichtspunkten erworben wird“, weiß der Uhrenliebhaber, der trotz vieler neuer Trends auch klassische und hochwertige Schmuckstücke verkauft.

„Wenn man aktuelle Trends nicht verpassen will, so sind internationale Messen wie die in Basel oder München ein Pflichttermin. Dort kommen renommierte Hersteller zusammen und präsentieren die wichtigsten Neuerungen“, so Weißgerber, der stets versucht, neue Trends aufzuspüren, um sie an den Mann oder die Frau zu bringen.

Auf Grund des Geschäftsjubiläums hat sich der Schmuckliebhaber für seine Kunden viele interessante Aktionen ausgedacht.

„Wir werden einige Sonderausstellungen zu Perlen und Edelsteinen zeigen. Im Herbst wird eine Dame zu uns kommen, die im Geschäft Glaselemente für Sammelarmbänder herstellt“, blickt Weißgerber auf den weiteren Verlauf des Jahres.

Christian Rasche

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6714998/create

Fotos und Videos
Phoenix-Abschied aus Play-off
Bildgalerie
Basketball
Kaiser wird König
Bildgalerie
Schützenfest
Phoenix schlägt Bamberg
Bildgalerie
Basketball
Bamberg gegen Phoenix 99:74
Bildgalerie
Basketball
Aus dem Ressort
Walisisches Wahrzeichen aus Edelstahl
Hohenlimburg
Viele Legenden ranken sich um den Drachen von Wales. Legenden, die von Mut und von Stärke berichten. Ein Grund dafür, warum ein solcher auf der Nationalflagge von Wales abgebildet ist. Deshalb reifte im Kopf des Walisers Rick Field, Organisator des Keltic-Festivals von Schloss Hohenlimburg, die...
Erneut Ricke im Wald zu Tode gehetzt
Hagen
Es ist eine Geschichte, die berührt. Nicht nur Tierfreunde. Denn erneut ist eine tragende Ricke zu Tode gehetzt worden. Dieses Mal zwischen Märchenwald in Holthausen und der Wegespinne im oberen Wesselbachtal. Besonders tragisch: Auf der Flucht kam es zu einer Spontangeburt. Auch das Kitz ist tot.