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Barrierefrei zum Bahnsteig - aber wie?

10.10.2007 | 00:00 Uhr

Hohenlimburg. Sind die Pläne des Bürgervereins Wesselbach zum Bahnhof realisierbar oder nicht? Eine Antwort wird die Stadt in der Sitzung der Bezirksvertretung am kommenden Mittwoch schuldig bleiben.

Wie der für Hohenlimburg zuständige Verkehrsplaner Hans-Dieter Schumacher der WR gestern auf Anfrage mitteilte, habe das Planungsamt die Prüfung noch nicht abgeschlossen. "Machbar ist eigentlich alles. Es ist nur die Frage, wie hoch die Kosten sind und wer sie bezahlt", so Schumacher. Die Bahn werde sich von den Plänen der Wesselbacher Bürger nichts annehmen. Damit bliebe die Finanzierung der Tunnellösung, mit der auch der Bahnsteig barrierefrei erreicht werden soll, bei der Stadt hängen. "Und wie es hier mit Geldern aussieht, das brauche ich ja wohl niemendem zu erklären", so der Verkehrsplaner.

Peter Mager vom Bürgerverein Wesselbach sieht hingegen eine Förderung des barrierefreien Zugangs durch den Bund noch immer gegeben. Erst wenn die jetzt bekannt gewordenen Pläne des Bundesverkehrsministers Tiefensee, in nur wenig genutzte Zugstrecken und Bahnhöfe nicht mehr zu investieren, Realität würden, wäre diese Finanzquelle nicht mehr gegeben.

Doch nicht nur der Bürgerverein hält die millionenschweren Investitionen in den bereits begonnen Brücken- und Straßenbau am Bahnhof für einen Skandal, wenn im Rahmen der Maßnahmen nicht dafür gesorgt wird, dass die Bahnsteige in Zukunft ohne Treppensteigen erreicht werden können. Auch Hohenlimburgs Kommunalpolitiker taten immer wieder ihr Unverständnis kund. So will die CDU heute einen eigenen Vorschlag unterbreiten. "Ich glaube, der ist pfiffiger und leichter zu realisieren, als die Rampenlösung des Bürgervereins", verriet Fraktionschef Peter Leisten schon einmal vorab.

Auch Hans-Dieter Schumacher hatte gestern bereits von dem weiteren Plan zum Hohenlimburger Bahnhof gehört. "Kein Problem", meinte er gestern, "dann können wir ja bis zur Novembersitzung der Bezirksvertretung gleich zwei Vorschläge unter die Lupe nehmen."

Von Andreas Reitmajer

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