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Mit Mountainbike durch die Mongolei

15.03.2010 | 19:12 Uhr

Herscheid. Der Wunsch, etwas Neues zu erleben und sich einer weiteren sportlichen Herausforderung zu stellen, führte den gebürtigen Herscheider Peter Schröder nach Sibirien und in die Mongolei.

Insgesamt 2500 Kilometer und 20 000 Höhenmeter legte er mit zwei Freunden und einem russischen Begleiter auf seinem Mountainbike zurück. Von seiner Reise berichtete der Abenteurer am Samstagabend im Jagdhaus Weber in Reblin. Dass er damit auf großes Interesse stieß, zeigte der vollbesetzte Gesellschaftssaal.

Schröder, der jetzt in Forchheim bei Nürnberg wohnt, präsentierte groß projizierte Fotografien, um so die Eindrücke seiner im Sommer 2007 stattgefundenen Reise weiterzugeben. Untermalt wurde sein Reisebericht mit den passenden musikalischen Klängen.

Seine Tour führte Schröder zunächst mit dem Flugzeug von München nach Moskau und von dort aus drei Tage lang mit der Transsibirischen Eisenbahn weiter bis ins sibirische Bijsk. Mit dem Mountainbike durchquerte er das Altai-Gebirge bis zur russischen Grenze, immer bepackt mit eigenem Zelt, Schlafsack, Isomatte und natürlich der notwendigen Verpflegung.

„Ich hatte erst gar keine Vorstellungen von der Landschaft dort. Obwohl sie meist karg erschien, haben wir aber auch viel Sinn für Schönes entdeckt”, erklärt Schröder und deutet damit auf die kleinen malerischen Dörfer entlang der Flüsse und die Freundlichkeit der Menschen hin. Auch in der Mongolei, dem nach Grönland am dünnsten besiedelten Land weltweit, kam die Gruppe in Kontakt mit den dort lebenden Nomadenvölkern. Regelmäßig wurden sie von neugierigen Kindern besucht.

Große Augen machten die Zuhörerinnen und Zuhörer bei Schröders Anekdote über eine 12-Stunden-Busfahrt in einem Fahrzeug mit 25 Menschen auf 11 Sitzen. „Die Mongolen haben das mit stoischer Ruhe ertragen. Die Frauen haben sogar gesungen.”

Mit 80 bis 100 zurückgelegten Kilometern pro Tag, 40 Kilogramm Gepäck und der Erinnerung an unendliche Weiten und traumhafte Panoramen endete Schröders Reise nach sechs Wochen in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei. Auch das nächste Abenteuer ist bereits in Planung. Diesen Sommer wird es wieder exotisch - es geht mit Rad und Faltkanadier durch Alaska.

Carina Thürmer

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