Landwirt bewahrt bei Feuer kühlen Kopf
31.03.2010 | 20:00 Uhr 2010-03-31T20:00:00+0200Halver. Durch Geistesgegenwart hat in der Nacht zu gestern ein Landwirt in Birkenbaum rund 50 Milchkühen das Leben gerettet und sich und seine Versicherung vor größerem Schaden bewahrt.
Es war gegen 23.30 Uhr am späten Dienstagabend als der Mann von einer Veranstaltung nach Hause kam und zu seinem großen Schreck einen Feuerschein in der Scheune feststellen musste.
In dem Gebäude war zu der Zeit neben den Kühen auch ein Traktor mit Silageanhänger abgestellt. Das Zugfahrzeug hatte sich – währscheinlich wegen eines technischen Defektes, wie die Polizei angibt – selbst entzündet. Der Landwirt reagierte nach dem ersten Schrecken schnell und wohlüberlegt und zog das Gespann mit einem weiteren Traktor an einer Eisenkette aus der Scheune. zuvor hatte er sein Milchvieh auf einer Weide in Sicherheit gebracht.
Feuerwehr rückt mit 50 Einsatzkräften an
Derweil war auch bereits die Feuerwehr alarmiert worden. Aufgrund der eingehenden Meldung „Bauernhofbrand” rückten die Brandbekäpfer mit einem großen Trupp von rund 50 Einsatzkräften des Löschzugs Stadtmitte an, auch die Drehleiter aus Brügge wurde geordert.
Vor Ort zeigte sich, dass der Landwirt durch sein Eingreifen bereits Schlimmeres verhindern konnte, einzig der brennende Traktor musste gelöscht werden, zurück blieb ein Totalschaden. Die Wasserversorgung erwies sich zunächst als schwierig, wie Feuerwehrchef Stefan Czarkowski im Gespräch betonte: „Das in den Fahrzeugen mitgeführte Wasser war schnell verbraucht, so dass wir mangels eines Hydranten 300 Meter Schläuche verlegen mussten, um aus einem Gewässer in der Nähe löschen zu können.”
Die Scheune selbst war zum Glück vom Feuer unversehrt geblieben. So konnte auch die Drehleiter unverrichteter Dinge heimgeschickt werden.
Parallel zur Feuerwehr wurden auch das Technische Hilfswerk und das Rote Kreuz in Marsch gesetzt, die Rettungsdienste kamen mit 15 beziehungsweise fünf Helfern zum Brandort. Und auch Notarzt Jochen Eversmann war vor Ort.
Polizei schätzt Schaden auf 30 000 Euro
Verletzte waren allerdings nach Polizeiangaben nicht zu versorgen. Nach rund zweieinhalb Stunden war der Einsatz gegen 2 Uhr am Mittwochmorgen wieder vorbei. Den durch den Brand entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf ungefähr 30 000 Euro.
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