Französischunterricht einmal anders
24.02.2010 | 16:16 Uhr 2010-02-24T16:16:00+0100Halver. Zum zweiten Mal war das France Mobil gestern am Anne-Frank-Gymnasium zu Gast.
Die Schüler der Jahrgangsstufen sechs und neun bekamen jeweils eine Stunde Unterricht bei einer Muttersprachlerin aus der Normandie. Und da eine Schulstunde mit dem France-Mobil nicht mit einer normalen Unterrichtsstunde zu vergleichen ist, waren alle mit großem Eifer dabei.
Das France-Mobil ist eine Initiative der Kulturabteilung der französischen Botschaft und der Robert-Bosch-Stiftung. Ihr Ziel ist es, bei Schülern aller Schulformen die Lust an der französischen Sprache zu wecken und vor allem zu zeigen, dass sie nicht so schwierig zu erlernen ist, wie viele denken. Auf spielerische Weise schaffte es auch Marjorie Chenevrel, die in diesem Jahr mit dem France Mobil von Schule zu Schule fährt, den rund 100 Schülern zu zeigen, wie viel Spaß die französische Sprache machen kann.
Die jüngeren Schüler testeten auf ungewönliche Weise ihre Vokabelkenntnisse. Dazu wurden sie jeweils in zwei Gruppen eingeteilt und versuchten nacheinander, in Form eines Staffellaufes, für jeden Buchstaben des Alphabets ein französisches Wort zu finden. Allen Schülern war die Begeisterung dieser etwas anderen Unterrichtsstunde deutlich anzusehen. „Das war mal nicht so ein langweiliger Unterricht. Das hat richtig Spaß gemacht, da war was los", sagten sie unisono.
Diese Begeisterung blieb natürlich auch dem Französischlehrer Sven Meyhoefer nicht verborgen, der auch in diesem Jahr dafür gesorgt hatte, dass das France Mobil wieder ins AFG kam. „Die Methoden, die Marjorie Chenevrel einsetzt, um den Schülern die Sprache aber auch Landeskenntnisse zu vermitteln, sind auf jeden Fall interessant und ich kann mir gut vorstellen, sie ab und zu auch in meinen Unterricht einzubauen", sagte er. „Uns ist klar, dass die Schüler nun ab morgen keine besseren Noten bekommen werden, aber wir wollen dem jüngeren Jahrgang bestätigen, dass sie mit ihrer Wahl zu diesem Fach die richtige Entscheidung getroffen haben und für die Neuntklässler steht in rund zwei Monaten die Entscheidung an, welche Fächer sie in der Oberstufe wählen werden.”
Gerade bei den älteren Schülern war zu sehen, dass sie sich einer Französin gegenüber zuerst ein wenig scheuten, diese Sprache anzuwenden. So war die erste Vorstellungsrunde teilweise ein wenig holprig, aber die Schüler wurden zunehmende lockerer. Die Schlussübung, in Gruppen eine Werbung für die französische Sprache zu erstellen, gelang dann auch recht gut.
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